Mit CD Österreich: EUR 4,70 Schweiz: CHF 7,80 6 Nur 3,99 € Der große Stromspar-Guide So geht's: Weniger Energie-Verbrauch bei gleicher Leistung s56 7 10 schnelle Tipps für perfekte Fotos Belichtung, Schärfe, Farben – so klappt's garantiert s178 06 / 2007 C H I P. D E G O D I G I TA L 50 geniale 1-Klick-Tools XPXP-Turbo-CD ✔Einmal einrichten ✔Anklicken ✔Nie mehr kümmern! s46 Ratzfatz zum blitzschnellen & blitzsauberen System Defragmentieren, schützen, entrümpeln, Filme konvertieren... ArchiCrypt Passwort-Safe Knacksichere Passwörter BRANDNEUE FUNKTIONEN VOLLVERSION Bonus-Pack für Genial: So brennen Sie sogar YouTube-Videos! Für CHIP programmiert VOLLVERSION BIOS geheim k Schneller booten k Speicher beschleunigen k Volle CPU-Power nutzen So geht's ganz einfach s172 System-Check Löst Ihre PC-Probleme Wie viel Sicherheit brauchen Sie wirklich? Microsoft OneCare & Co. Die neuen Komplettpakete gegen klassische Security-Suiten & Freeware s72 Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg: EUR 4,70 Spanien (inkl. Balearen, Gran Canaria, Teneriffa), Portugal Cont., Italien: EUR 5,30 Griechenland: EUR 6,- Dänemark: DKK 42,- Polen: PLN 23,- Schweiz: CHF 7,80 Kroatien: KN 50,- Schweden: SEK 44,Slow. Republik: SKK 240,Tschech. Republik: CZK 190,Türkei: YTL 8,80 Ungarn: Ft 1.350,- Alles was Surfer brauchen! Kompletter CD-Inhalt auf s162 100 WebPlugins em s d s38 u r r ackedlich isbt? fah ru ie scheär-Stau Ge D W Ton INHALT INHALT 06/2007 TITEL 46 XP-Turbo-Tools Ein Klick, nie mehr Stress: CHIP zeigt den leichten Weg zu mehr Leistung, Komfort und Sicherheit für Ihren PC. Mit den Turbo-Tools auf der Heft-CD/DVD läuft alles automatisch TEST & TECHNIK 56 Der große Stromspar-Guide ENERGIE TIPP 06/2007 Wer schläft, sündigt: Der Standby-Modus schadet der Umwelt und kostet Geld. CHIP zeigt, wie Sie jeden Tag Energie sparen 64 10 Fragen zu Office 2007 Ob der Umstieg auf Microsofts neues Büropaket lohnt und was dabei zu beachten ist AKTUELL 14 Kopierschutz vor dem Aus Strategiewechsel bei der Musikindustrie: Warum EMI und Apple auf DRM verzichten 66 Große Kaufberatung TFT-Monitore Die Preise sinken, die Auswahl wächst: So finden Sie den idealen Monitor für Ihre Zwecke 16 Vista-Treiber kosten Grafik-Power Ausgerechnet bei Notebooks mit HighendGrafikchips werden Vista-Treiber zur Bremse 72 Wie viel Sicherheit brauchen Sie? Die neuen Sicherheits-Komplettpakete im Vergleich mit klassischen Security-Suiten 18 Ordnung für die Bilder der Welt Photosynth von Microsoft setzt hunderte Fotos zu einem 3D-Modell zusammen 78 CHIP CPU/GPU-Guide XP-Turbo-Tools Endlich Überblick im Modellnummern-Chaos: 150 Prozessoren und Grafikchips im Detail 20 Preiskrieg: Geht AMD die Puste aus? Trotz Gewinneinbruch muss AMD auf neue, kostspielige Fertigungstechniken umsteigen 46 Entspannen Sie sich: Ob mehr Sicherheit oder PC-Optimierung – die Turbo-Tools auf CD/DVD lösen alle Aufgaben per Klick. 86 Report: Terroristen im Web Wie Extremisten das Internet nutzen und warum Online-Durchsuchungen nicht helfen 92 Einzeltests Hard- und Software 31 aktuelle Produkte unter der Lupe 22 Sicherheits-News Downloader, die neue Gefahr aus dem Web. Was sie anstellen und warum Virenscanner sie nicht erkennen 110 CHIP Top 10 Die besten Produkte aus 42 Bestenlisten für Hardware, Software und Web-Dienste 24 Vista Home: Backup-Probleme Vista speichert zwar ältere Datei-Versionen, kann sie aber nicht wiederherstellen PRAXIS 172 BIOS geheim Schneller, stabiler und leiser: Im BIOS versteckt sich ungeahntes Optimierungspotenzial 24 Apple TV: Kleiner Stromfresser Apples stromhungrige TV-Box ist schön – und lässt sich zum vollwertigen Mac umbauen 178 Schnelle Tipps für perfekte Fotos So holen Sie das Beste aus jedem Motiv 26 Wunschkonzerte aus dem Internet Neue Web-Radios bieten Endlos-Musik nach dem eigenen Geschmack – und das kostenlos 184 Was tun, wenn Nero streikt Wie Sie nervige Brenn-Probleme beheben und sogar Daten von kaputten Scheiben retten 28 Technik-Lexikon: HDR-Fotos Wie High Dynamic Range für mehr Kontrast und mehr Details bei Digitalfotos sorgt Der Stromspar-Guide 190 100 Plugins fürs Web Von den neuesten Web-2.0-Tools bis zu traditionellen Plugins – alles was Surfer brauchen 56 CHIP klärt auf: Die größten Standby-Sünder, die besten Stromsparer plus der neue Energie-Tipp. 30 Intel zeigt den PC der Zukunft Auf dem Intel Developer Forum in Peking stellte Intel die neuen CPUs für 2008 vor 196 Gratis-Tools Freeware und Open Source zum Nulltarif. Jetzt mit den genialsten Web-Diensten 202 Tipps & Tricks Coole Kniffe für flotteres Windows, clevere Software und problemlose Hardware 32 Achtung Blogger: Teure Video-Links Schon ein Link auf urheberrechtlich geschützte Videoclips kann kostspielig werden 36 Second Life: Die sexy Leere Konzerne und Presse lieben die virtuelle Welt von Second Life. Was fehlt, sind Bewohner Foto: K. Satzinger; Cinetext; N. Schäffler CHIP-SERIE 222 CSI: Internet (Folge 5) Diebstahl per Mail: Wie die Phishing-Mafia gezielt Kunden eines Internetcafés angreift 38 Gefahr aus dem Drucker Beim CHIP Roundtable „Drucker und Verbrauchsmaterialien“ reden Experten Klartext RUBRIKEN 42 CHIP-Radar: Video-Schnittstellen Warum analoge Video-Stecker bald ausgedient haben und welche Nachfolger kommen Schnelle Foto-Tipps Belichtung, Schärfe, Farben: So machen Sie perfekte Urlaubsfotos – Neidfaktor garantiert. 7 Editorial, 12 Mailbox, 125 CHIPDirektmarkt, 169/171 CHIP-Shop, 220 Impressum, 221 CHIP-Aktion, 224 Highlights der nächsten Ausgabe 43 CHIP Kaufcheck So erkennen Sie, ob ein PC-Angebot wirklich preisgünstig ist – oder einfach nur billig 178 CHIP INSIDE Nur für Abonnenten 32 Seiten extra Das exklusive Kundenclub-Magazin – mit Showcase: 80 neue Navis im Überblick SOFTWARE AUF HEFT-CD/DVD TESTINDEX: 264 PRODUKTE S 10 JUNI 2007 | CHIP.DE | 9 INHALT HARDWARE 264 PRODUKTE IM TEST NOTEBOOKS (MIT GRAFIKCHIP) Asus G1-AP021C . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93 MSI Megabook M675, Toshiba Tecra M5-405 . . . . . . . . . . . . 116 DESKTOP-CPUS 50 Prozessoren von AMD und Intel. . . . .80 DIGITAL-CAMCORDER (BIS 1.000 €) JVC GR-D725E, Panasonic NV-GS230EG, Panasonic NV-GS60EG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111 Sony DCR-HC47E . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101 NOTEBOOKS (OHNE GRAFIKCHIP) Dell Latitude ATG D620 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .98 Sony VGN-N19VP, Sony VGN-N21Z . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 116 DIGITALKAMERAS Fujifilm FinePix F31fd (Allrounder) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .102 Kodak EasyShare V803 (Style). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .100 Olympus µ760 (Style), Olympus µ770SW (Allrounder). . . . 111 Olympus SP-550 UZ (Mega-Zoom) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .96 Samsung Digimax L73 (Style) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111 Samsung GX-10 (SLR bis 1.000 €) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112 SUBNOTEBOOKS Acer Ferrari 1005WTMi. . . . . . . . . . . . .100 Dialogue Flybook VM, Maxdata Pro 800IW . . . . . . . . . . . . . . 117 TFT 17 ZOLL Iiyama E1700S . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .66 Kaufberatung TFTs Die Bilddiagonalen wachsen, die Preise sinken. Schön, doch welcher Monitor passt zu wem? TFTS 19 ZOLL BenQ FP93GX+ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .66 Captiva E1903 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118 TFTS 20 ZOLL FSC ScenicView P20-2, Samsung SyncMaster 203B . . . . . . .66 FESTPLATTE EXTERN (2,5") Iomega Silver Line . . . . . 97 LaCie Brick Mobile Edition, Maxtor OneTouch III Mini. . . . . 114 66 TFT 22 ZOLL Asus MW221U . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .66 TFT 24 ZOLL BenQ FP241W . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .66 TFT 26 ZOLL NEC MultiSync 2690WUXi . . . . . . . . . . . . . . . .66 TFT 30 ZOLL Apple 30" Cinema HD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .66 FESTPLATTE EXTERN (3,5") lomega Value Series Desktop Hard Drive . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 FESTPLATTE (INTERN/SCSI) Seagate Cheetah 15k.5 (ST3300655SS). . . . . . . . . . . . . . . . . . .94 GPUS 50 Grafik-Prozessoren von ATI und Nvidia . . . . . . . . . .84 HANDYS Nokia N73 Music Edition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .94 Nokia N93i. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .102 INTERNET WEB-SICHERHEIT G Data TotalCare, Microsoft OneCare, Symantec Norton 360. . . . . . . . . . . . . . . . . 72 INTERNET-TV-EMPFÄNGER Apple TV . . . . . . . . . . . . . . .24 KVM-SWITCH Aten Master View CS1762 . . . . . . . . . . . . . 101 MIKRO-ANLAGE Thomson Intuiva CS806. . . . . . . . . . . . .102 MOBIL-CPUS 50 Notebook-Prozessoren von AMD und Intel. . . . . . . . . . . . . .82 SOFTWARE Test: Security-Suiten AUDIO-RESTAURIERUNG Acon Digital AudioLava . . . .107 BILDVERWALTUNG Adobe Photoshop Lightroom . . . . .104 COMPOSITING-PROGRAMM Zuxxez ParticleGen . . .107 DATENRETTUNG O&O UnErase V4.1 . . . . . . . . . . . . . . . . . .105 DRUCK-TOOL Soft Xpansion Layout Designer . . . . . . . . . .107 72 Wie sich die neuen SicherheitsKomplettpakete im Vergleich zu den klassischen Security-Suiten schlagen. MOTHERBOARD AMD (AM2) MSI K9AGM2-FIH . . . . .96 MP3-PLAYER (BIS 1 GB) Creative Labs MuVo V100 (1 GB), Teac MP-244 (1 GB) . . . . 115 KONVERTIERUNG bhv PowerPoint2Flash Pro . . . . . . . . .106 MULTIMEDIA-PLUGINS CyberLink Media Deluxe Pro 104 NAVIGATIONSSOFTWARE Navigon MobileNavigator 6 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .106 MP3-PLAYER (2 BIS 15 GB) Cowon iAudio D2 (4 GB). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93 Samsung YP-K3JA (4 GB) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .96 Teac MP-244 (2 GB). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115 SCREEN-CAPTURE-TOOL TechSmith SnagIt 8.2 . . . . . .106 SICHERHEIT Bullguard Steel Security . . . . . . . . . . . . . . . . .104 WEB-EDITOR Website Pros NetObjects Fusion 10 . . . . . .105 MULTIFUNKTIONSGERÄT HP Photosmart C6180 . . . .94 MULTIMEDIA-DESKTOP-SET Microsoft Wireless Entertainment Desktop 7000 . . . . . . . . . .98 CHIP CPU/GPU-Guide VIDEO-DOWNLOAD S.A.D. MyTube Recorder . . . . . . . . .105 XP-TURBO-TOOLS Arovax Shield, AxCrypt, ClearProg, VB6 Runtime, DirMS-S BuzzSaw, DivXtoDVD, ConvertXtoDVD, Irfan View, Umwandeln.bat, NTRegOpt Z-Cron, PC Security Test, RealTimeBackup Z-DBackup . . . . . . . . . . . . .46 MULTIMEDIA-TASTATUR Logitech diNovo Edge . . . . . .98 NOTEBOOK (DTR) Nexoc Osiris E703 III . . . . . . . . . . . . . . 117 78 Auf einen Blick: Die 150 wichtigsten Prozessoren und Grafikchips im übersichtlichen Vergleich. Heft-CD/DVD im Juni VOLLVE RSIO N EN & ME HR Diese CHIP ist in drei Versionen erhältlich: 3Vollversion: Passwort-Safe 3 Nur noch ein Kennwort für alles 3Vollversion: Perfect Print Alles drucken: Fotos, PDFs, Poster ... 3CHIP Special: Buhl Programmführer Elektronische TV-Programmzeitschrift 3CHIP Special: Foto-Tools Vom Schnappschuss zum Top-Bild KO M P L E T T E R C D/ DV D -I N H A LT A B s162 3Vollversion: 50 XP-Turbo-Tools Blitzschnell: Defragmentieren, entrümpeln, Filme konvertieren per Klick 3Vollversion: Windows Updater Treiber und Updates für XP und Vista 3Vollversion: Der Kosmos 2.0 Das Weltall als Multimedia-Abenteuer Mit DVD Mit CD Ohne CD Die erwähnte Software zu den Beiträgen in diesem Heft finden Sie nur in den CHIP-Ausgaben mit CD oder DVD. 10 | CHIP.DE | JUNI 2007 EDITORIAL Wer macht mit im Mitmach-Web? Thomas Pyczak Chefredakteur CHIP Seiten wie YouTube, Flickr oder Wikipedia faszinieren zweifach – weil wirklich jeder dort ganz einfach seine Videos, Fotos oder Texte publizieren kann und weil sich dort bestaunen lässt, was die Menschen so an Inhalten fabrizieren. Wie ist wohl das Verhältnis von Engagement und reinem Konsum? Ein Blick in den Spiegel. Ja, ich habe ein Video bei YouTube hochgeladen. Ja, ich habe eigene Fotos bei Flickr. Nein, ich habe weder einen Text bei Wikipedia verfasst noch redigiert. Im Vergleich dazu nutze ich fast täglich YouTube und Wikipedia, Flickr vielleicht wöchentlich. Und diese Werte sind gar nicht so unrepräsentativ. Ein Blick auf die Marktforschung. Im Mitmach-Web wird weniger mitgemacht als angenommen, so das Fazit einer aktuellen Studie für den US-Markt von Hitwise. Auf YouTube laden nur 0,16 Prozent der Besucher Videos hoch, bei Flickr ist es fast der gleiche Wert (0,2 Prozent). Die höchsten User-Aktivitäten verzeichnet Wikipedia. Dort werden 4,6 Prozent aller Besuche zum Editieren genutzt. Ein Blick auf die Marktanteile. Laut Hitwise sind die Visits im Mitmach-Web massiv gestiegen – um 668 Prozent in den letzten zwei Jahren. Mittlerweile machen sie bereits 12 Prozent der gesamten Internet-Aktivitäten der US-Bürger aus. Und wie aktiv sind Sie im Mitmach-Web? Welche Bedeutung haben für Sie Seiten wie YouTube, Flickr, Wikipedia oder deren deutsche Pendants? Ich freue mich auf Ihre Antworten. Schreiben Sie mir! thomas.pyczak@chip.de oder www.chiplog.de NEU: Sämtliche Editorials erscheinen auch auf www.chiplog.de. Um dort einen Kommentar zu veröffentlichen, müssen Sie nur einen User-Namen angeben. Das war’s. Sie bleiben 100-prozentig anonym, wenn Sie möchten. Probieren Sie’s aus! JUNI 2007 | CHIP.DE | 7 MAILBOX Gratis-Internet für alle „Gratis-Internet für alle ist eine gute Idee. Allerdings muss vorher geprüft werden, ob die zusätzliche Strahlung krank machen könnte, bevor ein kostenloses W-LAN-Netz flächendeckend ausgebaut wird.“ Gratis Surfen: Wann geht’s bei uns?, CHIP 05/2007, S. 3 Patrick Illian via E-Mail Doch nicht billiger Hier gibt es alles billiger! CHIP 05/2007, S. 90 Der Artikel über die Preisvergleichsdienste im Internet war sehr informativ. Allerdings scheinen einige Anbieter zu tricksen und verlangen neben den üblichen Porto-Gebühren noch so genannte „Logistik-Kosten“. Diese werden aber nicht deutlich angegeben. Die Folge ist, dass sich scheinbar günstige Angebote durch die Zusatzkosten deutlich verteuern. Christine Karsten via E-Mail Gratis Sufen Editorial CHIP 05/2007, S. 3 Nicht Kalifornien oder St. Gallen sind weit weg, sondern Deutschland ist weit weg, und zwar von einem bezahlbaren Preis für den Internet-Zugang. Die angebotenen DSL-Flatrates sind mir mit rund 40 Euro viel zu teuer. Deshalb ist Ihr Weckruf an die Bürgermeister berechtigt. Vielleicht kommen wir so bald billiger ins Internet. Hans-Peter Majewski via E-Mail nForce-Mainboards. Deswegen erhält der DDR2-Speicher von TakeMS jetzt 82 Punkte statt 42. Redaktion CHIP satz einer Desktop-Firewall weiterhin Pflicht für den InternetUser. Redaktion CHIP Check-Tool läuft nicht Augen auf im Web Die perfekte Firewall CHIP 05/2007, S. 169 Was nützt eine Desktop-Firewall, wenn der Anwender sich durch die Installation eines zweifelhaften Downloads einen Trojaner oder Ähnliches auf sein System holt? Den bekommt man – wenn ihn der Anwender oder die Firewall überhaupt bemerkt – in der Regel meist mehr schlecht als recht wieder rückstandslos vom System entfernt. Uli Hecker via E-Mail CHIP Sytem-Check-Tool CHIP 05/2007, S. 82 Auf meinem Rechner erscheint eine mir nichts sagende Fehlermeldung, wenn ich das CHIPCheck-Tool starten will. Das .Net Framework 2.0 von Microsoft habe ich installiert. Können Sie mir bei dem Problem helfen? Jürgen Heinemann via E-Mail Mit großem Interesse habe ich den Bericht über die Preissuchmaschinen im Internet gelesen. Da ich bisher immer www.guens tiger.de benutzt habe, wollte ich unbedingt den CHIP-Testsieger www.schottenland.de testen. Allerdings gefällt mir die Navigation bei meinem bisherigen Favoriten deutlich besser, und ich finde dort auch günstigere Angebote als bei anderen Anbietern. Bernd K. via E-Mail Ärger mit DSL-Anschluss Stress mit dem Provider CHIP 05/2007, S. 174 Die Schaltung meines DSL-Zugangs hat über sechs Monate gedauert. Kurz nachdem ich meinen Vertrag gekündigt hatte, soll der Anschluss verfügbar gewesen sein. Allerdings erreichte mich die Information zu spät. Stefan Geißler via E-Mail So eine „Hauptsache gratis“-Mentalität, wie Sie sie implizieren, bedeutet für mich nur eine weitere Verharmlosung der Belastung des Körpers durch Funkwellen. Ich bin gegen weiteren Elektrosmog, egal ob durch UMTS-Masten oder W-LAN-Stationen. Sascha Michalek via E-Mail RAM doch kompatibel PC richtig aufrüsten CHIP 04/2007, S. 103 Ich habe mir den günstigen Arbeitsspeicher von TakeMS gekauft, und er funktioniert in meinem Rechner mit einem nForce-Mainboard völlig problemlos. Ich verstehe nicht, warum Sie den Speicherriegel in dem Test so negativ bewertet haben. Alexander Stein via E-Mail Eine Firewall ist nicht unfehlbar und auch nur ein ergänzender Schutz. Im Idealfall verhindert sie einen Angriff oder blockiert den Internet-Zugriff einer Spyware. Ein guter Virenscanner, regelmäßige Updates und ein gesundes Misstrauen gegenüber unbekannter Software bleiben auch beim Ein- Vereinzelt konnte es bei der Installation des System-Check-Tools zu Problemen kommen. Nach Rücksprache mit den Programmierern scheint der Fehler an einer defekten WMI-Komponente auf dem Client-Rechner zu liegen. Ursache für eine defekte WMI-Komponente sind meistens (schlechte) Tuning-Tools, die bei der Installation die WMI-Komponente zerstören. Auf der aktuellen CD/DVD finden Sie ein Update der Software. Redaktion CHIP Seit ich DSL habe, gibt es bei Telefongesprächen über VoIP oft große Aussetzer. Mein InternetProvider antwortet immer nur, dass er meine Telefonleitung überprüft hätte und technisch alles in Ordnung wäre. Wolfgang Pfeiffer via E-Mail HILFT Leserbriefe Redaktion CHIP Stichwort: Leserbrief Poccistraße 11 80336 München Fax (089) 74 64 22 74 E-Mail redaktion@chip.de Blog www.chiplog.de Berichtigung Abonnement CHIP-Aboservice Postfach 225 77649 Offenburg Tel (0781) 639 45 26 E-Mail chip@burdadirect.de Web www.chip.de/abo In einem Nachtest haben wir noch eine aktuellere Version des Speicherriegels von TakeMS mit der Modellnummer TMS51B264C081665AP geprüft. Das Ergebnis: Dieser Riegel läuft problemlos auf Technische Fragen Hotline (1,86 Euro/Min.) Tel (0900) 123 24 47 CD/DVDund HeftNachbestellungen Styx Tel (089) 903 06 40 Fax (089) 903 07 48 Web www.chip.de/shop Alle weiteren Adressen finden Sie im Impressum auf s 220 PC-Notdienste – Besser als ihr Ruf CHIP 04/2007, S. 38 Im Bericht „PC-Notdienste – Besser als ihr Ruf“ wurde der Berliner Notdienst „Computer Rettungswagen“ anhand eines PCs getestet, der gleich zwei (nicht einen) Fehler aufwies. Die Zeiten für Anfahrt und Reparatur sowie die Kosten sind dementsprechend besser zu beurteilen. Redaktion CHIP Fragen zum Heft 12 Unser täglicher Telefon service ist von Montag bis Freitag von 9 – 12 Uhr für Sie da! Tel (089) 74 64 21 28 | CHIP.DE | JUNI 2007 AKTUELL Digital Rights Management bremst Musikverkauf Würden Sie ein Lied für 99 Cent online auf einer Download-Plattform wie iTunes kaufen, wenn es die folgenden Einschränkungen hätte? Ja DRM Wasserzeichen Kein DRM 14,3 % 57,5 % 78,8 % 85,7 % 42,5 % Nein 21,2 % Quelle: www.zukunftsmusik.net KOPIERSCHUTZ VOR DEM AUS Musik wird wieder frei Jahrelang behandelte die Musikindustrie Kunden wie Raubkopierer. Nun die Abkehr: Das Majorlabel EMI verkauft Musik ohne digitales Rechtemanagement (DRM). Von Tom Baur & Niels Held â–  Vor wenigen Wochen klang es noch wie Wunschdenken: AppleChef und iTunes-Prediger Steve Jobs forderte die Musikindustrie auf, sich vom digitalen Rechtemanagement (DRM, Kopierschutz) zu verabschieden. Zu wenig transparent, zu restriktiv und generell kundenunfreundlich sei DRM – und Raubkopien habe man damit ohnehin nicht verhindert. Nun wird klar, welchen Einfluss der Chef des erfolgreichsten Musik-Ladens im Web hat: Als Erstes der vier großen Majorlabels verzichtet EMI auf DRM bei online verkaufter Musik. In EMIs Katalog befinden sich auch PopSchwergewichte wie etwa Robbie Williams oder die Rolling Stones. Erster und weltweit größter Online-Musikshop, der EMIs Angebot an die Käufer weitergibt, ist natürlich Apples iTunes. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in London gaben EMI-Chef Eric Nicoli und Apple-CEO Steve Jobs den Startschuss – noch im Mai geht’s los mit den DRM-freien EMI-Songs. Ein Dogma fällt – die neue DRM-Freiheit bringt jedoch auch einen Nachteil: Freie Musik wird teurer. Denn während die kopiergeschützten Songs weiterhin 99 Cent kosten, verlangt Apple für ein DRM-freies Lied 1,29 Euro, bereits gekaufte Songs lassen sich für 30 Cent upgraden. Um seinen Kunden die höheren Preise schmackhaft zu machen, setzt Apple auf das Premium-Konzept: Statt wie bisher mit 128 KBit/s codiert Apple die kopierschutzfreie EMI-Musik nun mit 256 KBit/s. Inwieweit iTunes-Kunden die Bitraten-Verdopplung als Vorteil wahrnehmen, muss sich jedoch erst zeigen. Denn während nicht jeder den besseren Klang auch hört, dürfte der doppelte Speicherbedarf allen auffallen – DRM-frei passen nämlich lediglich noch halb so viele Songs auf den tragbaren Player. Immerhin: Alben ohne DRM sind mit 9,99 Euro nicht teurer als ihre geschützten Pendants. Das Risiko dabei ist überschaubar: Gerüchten zufolge läuft der Alben-Verkauf nur schleppend. DRM-freie Musik: Eine gute und alte Idee wird Realität Künftig wird es Musik also ohne Kopierschutz geben – klingt gut, nur: Die Idee ist weder von Jobs noch EMI – und neu ist sie schon gar nicht. Deutsche Bands wie Die Ärzte, der Online-Musikladen Finetunes.de, zahlreiche Indie-Labels oder auch das von der HipHop-Band Die Fantastischen Vier gegründete Label Four Music verkaufen ihre Songs schon lange ohne Kopierschutz. Auch andere Anbieter wie der größte deutsche iTunes-Konkurrent Musicload testen bereits seit einigen Monaten den Verkauf DRM-freier Musik: Auch hier spielt bald die Musik IPOD-ERSATZ Sobald iTunes Musik ohne DRM verkauft, können alle Geräte mit Unterstützung für das AAC-Format die Lieder spielen. 14 | CHIP.DE | JUNI 2007 INTERVIEW „Der Erfolg gibt uns Recht“ „Das Digitale Rechtemanagement ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Joachim Franz, der Vice President von Musicload. „Wir werden unser Angebot an DRM-freier Musik ausbauen. Mit EMI und, wenn möglich, mit anderen Labels.“ Ähnliches ist auch aus Microsoft-Kreisen zu hören, allerdings erst seit dem Vorpreschen von EMI und Apple. Microsoft verkauft über seinen Zune-Marketplace ebenfalls Musik, die bislang nur auf dem eigenen Player läuft. Irene Nadler, Pressesprecherin bei Microsoft Deutschland, wollte die Ankündigungen ihrer US-Kollegen gegenüber CHIP aber nicht bestätigen; in US-Medien berichtete eine Zune-Verantwortliche bereits von Verhandlungen mit EMI und anderen Labels. Letztere, darunter beispielsweise der Warner-Konzern, zeigen bislang aber kaum Interesse. Im Gegenteil: Warner-Chef Edgar Bronfman hält überhaupt nichts vom Vorstoß des Konkurrenten EMI: „Wir setzen weiter auf DRM, um unsere und die Rechte unserer Künstler zu wahren.“ Wie immer Musik ausgeben, wenn es sie ohne DRM gäbe. Das bestätigt auch Experte Strube im Gespräch mit CHIP: „Fällt mit DRM der größte Hemmfaktor weg, wird OnlineMusik deutlich attraktiver.“ Neuer Schutz: Wasserzeichen gegen Raubkopierer Trotzdem ist der Verzicht auf DRM nicht automatisch ein Freibrief für Raubkopierer, wie das Beispiel des Online-Shops Finetunes zeigt. Der Musik-Laden versieht seine MP3s mit digitalen Wasserzeichen, über welche die Käufer jederzeit identifizierbar sind, ohne Einschränkungen in Kauf nehmen zu müssen. Die Methode kommt beim User gut an, wie Jochen Strube herausgefunden hat: Musik mit Wasserzeichen fänden rund 60 Prozent der Käufer gut. „Und unsere Forschungen zeigen, dass nur 14 Prozent der Käufer zu DRM-geschützten Songs greifen würden.“ Bleibt die Frage des AudioFormats: EMI ist es egal, welches Format zum Einsatz kommt. Das freut Apple – nach eigenen Aus- Warum auf einmal DRMfreie Musik? Nun, das wird ganz neue Kundenkreise ansprechen. iTunesKunden haben jetzt die Wahl zwischen den mit 128 KBit/s codierten Songs mit DRM und DRM-freien Songs mit 256 KBit/s im AAC-Format, die dann auf jedem AAC-fähigen Player laufen. Wirkt sich dies negativ auf den iPod-Verkauf aus? Nein, es bestand doch schon immer die Möglichkeit, einen in iTunes gekauften Song auf CD zu brennen und damit das DRM zu entfernen. Und praktisch jede Audio-CD, die man kauft, kommt ohne Kopierschutz. Der Grund für den Erfolg von iTunes und iPod liegt nicht im DRM sondern darin, dass iTunes der beste Online-Musikdienst ist und der iPod der beste Digital Music Player, der mit iTunes zusammenarbeitet. 6 FRAGEN an Georg Albrecht Der Apple-Pressesprecher im Gespräch mit CHIP zum Thema DRM-freie Musik. tes Audio-Format abspielt? Das iPhone ist doch viel mehr: Smartphone, iPod und Internet-Device, das man mit den Fingern bedienen kann. „DRM ist der größte Hemmschuh im digitalen Musikmarkt.“ Jochen Strube, Musikwissenschaftler ist es also die Angst vor Raubkopierern, welche die großen Plattenbosse zu solchen Aussagen treibt. Dabei ist diese Angst so gut wie unbegründet, weiß Jochen Strube, DRM-Experte und Musikwissenschaftler von der TU Darmstadt: „DRM hat es in der Vergangenheit nicht geschafft, die Leute vom Kopieren abzuhalten.“ Ein Verzicht auf solche Maßnahmen dürfte daher kaum zu einem Anstieg raubkopierter Musik führen, ergänzt Strube. Alles nur geklaut: DRM kann Raubkopien nicht verhindern Und auch aus unternehmerischer Sicht spräche einiges für den Verzicht auf DRM. Denn Umfragen zufolge, so zitiert EMI aus einer Studie, sind die User durchaus bereit, Geld für Musik zu zahlen. Und: Viele würden sogar mehr für sagen bleibt der Konzern beim MP3-Nachfolger AAC. Im iTunes Store gekaufte Songs lassen sich dann theoretisch auch auf jedem mobilen Player abspielen. Wie gesagt: theoretisch. Denn praktisch beherrschen nur wenige hier in Deutschland erhältliche Geräte dieses Format: Neben tragbaren Playern, wie die der Video-Walkman-Reihe von Sony sind es hauptsächlich Handys wie von Nokia und Motorola, die künftig iTunes-Songs spielen können. Ob die Hersteller von tragbaren Musik-Playern mitziehen, ist noch offen: Sandisk etwa konnte gegenüber CHIP noch keine Aussage machen, Creative gab sogar an, vorerst keine AAC-fähigen Geräte auf den Markt zu bringen. Wohl deshalb wähnt sich Steve Jobs in Sicherheit; „Ich sehe nicht, dass die Verbindung zwischen Bleibt es dabei: Ein iPod wird gelöscht, wenn er an einen anderen PC angeschlossen wird? Ja, da man nur eine Datenbank verwalten muss – die auf dem Computer – ist das Handling doch erheblich komMit welchen Labels sind Sie fortabler, als wenn man noch eine zweite Datenbank – nämnoch im Gespräch? Dazu äußern wir uns derzeit lich die auf dem tragbaren nicht, aber sagen wir mal so: Player – organisieren müsste. Wir wünschen uns natürlich, dass andere Labels EMI fol- Welches Audio-Format wird gen werden. sich durchsetzen? Apple bleibt bei AAC, einem Sehen Sie negative Auswir- qualitativ hochwertigen, nichtkungen auf den Verkauf des proprietären Codec, der als iPhones, wenn Konkurrenz- Teil von MPEG4, 3GPP sowie 2GPP-2 standardisiert ist. Und Handys auch AAC können? Kauft man sich ein Mobiltele- der Erfolg von iTunes gibt uns fon nur, weil es ein bestimm- dabei recht. deshalb auch kein Geschenk von Apple, sondern die längst fällige Umsetzung der Forderungen von Verbraucherschützern. Doch nicht nur die Verbraucher profitieren von der Entscheidung – erstaunlicherweise ist auch die Musikindustrie, allen voran EMI, ein Gewinner. Denn schon lange hatte das Major-Label flexible Preise im iTunes Store gefordert – Alain Levy, einer der EMI-Chefs, wollte für beliebte Songs mehr kassieren als für weniger beliebte. Der Grundstein dafür ist gelegt. Erstmals kosten Songs bei iTunes nun unterschiedlich viel. www.apple.de, www.emi.de iTunes und iPod unterbrochen würde.“ Denn, so argumentiert Jobs selbstbewusst, Apple habe den besten Player und den besten Musikshop. Bislang konnte der Apple-Boss immer darauf vertrauen, dass iTunes-Kunden mit hoher Wahrscheinlichkeit zum iPod greifen. Die daraus entstandene QuasiMonopol-Stellung hatte zuletzt die Europäische Union kritisiert und eine entsprechende Anpassung des DRMs gefordert, nach der die Songs auch auf fremden Playern laufen würden. Für Kritiker ist die jüngste Entscheidung, Songs ohne DRM zu verkaufen, JUNI 2007 | CHIP.DE | 15 AKTUELL BROWSER-PLUGIN Kurz notiert 3 UFO-Archiv im Netz Wer von Raumschiffen begeistert ist, sollte das Archiv der französischen Raumfahrt-Organisation CNES besuchen. Auf der Webseite sind rund 1.600 Beobachtungen von unbekannten Flugobjekten (UFOs) dokumentiert. Info: www.cnes.fr Soziales Netz für Firefox-User Entwickler der Mozilla-Foundation planen ein Plugin für den Browser Firefox, mit dessen Hilfe Surfer ein soziales Netzwerk bilden können. Die Programmierer wollen damit den Informationsaustausch zwischen Firefox-Usern erleichtern. So soll beispielsweise zu sehen sein, welche Fotos ein befreundeter Nutzer bei Flickr hochgeladen hat und was seine Lieblingsvideos bei YouTube sind. Stößt ein Nutzer auf einen interessanten Link, so wird er ihn einfach auf das Icon eines anderen Nutzers ziehen können und schon erhält dieser die Botschaft. Die Icons der Freunde sollen in Boxen abgelegt werden. Mit „coop“ (Hühnerstall) tritt Mozilla gegen die etablierte Konkurrenz der sozialen Netzwerke wie etwa My-Space an. Noch ist allerdings unklar, wann das Projekt marktreif sein wird. Info: http://wiki.mozilla.org/ Labs/The_Coop NOTEBOOKS Schlechte Vista-Treiber kosten Grafik-Power Wer sich derzeit ein neues Laptop mit Windows Vista kauft, muss bei der Grafikleistung teilweise deutliche Abstriche machen. Davon betroffen sind ausgerechnet Geräte mit den Highend-Chips GeForce (Nvidia) und Radeon (ATI); sie liefern unter dem neuen Betriebssystem in einigen Fällen weniger Leistung als unter Windows XP. Der Grund: Notebook-Hersteller geben die aktuellen Treiber von ATI und Nvidia nur mit teilweise monatelanger Verzögerung an ihre Kunden weiter. Auf neuen Geräten, darunter etwa auch auf dem rund 2.500 Euro teuren Asus Lamborghini sowie etlichen Notebooks von HP beziehungsweise Acer, fand CHIP VistaGrafik-Treiber teilweise von Dezember 2006 – also vor Veröffentlichung von Vista. Benchmarks zeigen, dass die 3D-Karten damit oft nur ein Zehntel ihres Potenzials erreichen. CHIP rät deshalb: Prüfen Sie auch bei ganz neuen Geräten immer die Hersteller-Homepage auf aktuelle Grafik-Treiber. Wenn Sie maximale 3D-Performance benötigen, setzen Sie vorerst noch auf XP. Info: www.amd.de, 3 Verbessertes Bluetooth Die Bluetooth-Group hat den Standard „2.1+EDR“ vorgestellt. Künftig soll Peripherie (Mäuse oder Tastaturen) bis zu fünfmal länger mit einer Akku-Ladung laufen als aktuelle Funkgeräte. Außerdem wird die Kontaktaufnahme zwischen den Bluetooth-Geräten einfacher. www.bluetooth.org 3 DriverGenius 7 Mit DriverGenius 7 können User die Treiber ihres PCs auf dem aktuellen Stand halten. Das Tool ist Vistakompatibel und ab sofort für rund 25 Euro erhältlich. www.avanquest.de STRATO EASYVIDEO OPTISCHER CHIPSATZ 3 Google Pack erweitert Das kostenlose SoftwarePaket von Google enthält jetzt zusätzlich zu den vorhandenen Tools die Software „Norton Security Scan“ von Symantec und den Spyware Doctor „Starter Edition“. http://pack.google.com Homepage für Video-Fans Der Webhoster Strato hat ein Herz für Hobbyfilmer und bietet im Mai mit „EasyVideo“ ein Tool an, mit dem Videos leicht auf der eigenen Homepage eingebunden werden können. Das Programm erhalten Neu- und Altkunden, die sich mindestens für das Homepage-Paket „WebVisitenkarte C“ (99 Cent pro Monat) entscheiden. Die Videos können Nutzer in beliebiger Dateigröße und Spieldauer auf die Strato-Server laden, dort werden sie in das Flash-Video-Format (flv) gewandelt. EasyVideo unterstützt gängige Videocodes wie avi, mov, mp4, mpg und wmv. Ab dem Hosting-Paket DynamiX erhalten Kunden zudem die Videobearbeitungs-Software „Video Deluxe SE“ von Magix und ein Sicherheitspaket von Steganos gegen Erstattung der Versandkosten geliefert. Info: www.strato.de Daten flitzen in Rekordtempo IBM hat einen optischen Chipsatz entwickelt, der Daten mit bis zu 160 Gigabit pro Sekunde transportieren kann. Ein HD-Film, dessen Download heute etwa eine halbe Stunde dauert, könnte bei diesem Tempo in nur einer Sekunde übertragen werden. Voraussetzung dafür wären allerdings auch leistungsfähige optische Netzwerke. Die Forscher von IBM sind überzeugt, dass optische Netze die heutigen Kupferverbindungen ablösen werden. „Die Datenexplosion bei der Übertragung von Filmen, Musik oder Fotos schafft eine Nachfrage für höhere Geschwindigkeiten“, sagt Projektleiter T. C. Chen. Im heimischen Netzwerk wird Lichtgeschwindigkeit dennoch erst in ein paar Jahren zum Thema werden. Info: www.research.ibm.com Mailen Sie uns Sie haben eine News entdeckt, einen Trend erkannt – oder möchten eine unserer News kommentieren? Dann schreiben Sie uns: aktuell@chip.de oder: CHIP Aktuell Poccistr. 11 80336 München VIDEOPLAYER Stratos neuer Player spielt Videos auf Wunsch auch im Retro-Look auf der eigenen Webseite ab. 16 | CHIP.DE | JUNI 2007 AKTUELL FOTO-PUZZLE Photosynth setzt hunderte Fotos des Markusplatzes in Venedig anhand ihrer Überschneidungen zu einem 3D-Punktmodell zusammen. MICROSOFT LIVE LABS: PHOTOSYNTH Geniales Tool: Von Flickr zum 3D-Gemälde Ein schwarzer Monitor in einem Microsoft-Labor: Plötzlich rast der Betrachter durch unzählige helle Punkte, die in Millisekunden zu einer erkennbaren Gebäude-Kontur heranwachsen: Der Markusplatz in Venedig erscheint deutlich sichtbar als Punktewolke auf dem Bildschirm. Wo der Mauszeiger die Szenerie berührt, verwandelt sich diese Wolke zu einem realen Foto. Beim Durchwandern entsteht so eine dreidimensionale Welt. Der Trick: Dieses virtuelle Abbild erstellt eine neuartige Software namens Photosynth aus hunderten von Fotos, die Touristen bei ihren Besuchen auf dem Markusplatz von den verschiedensten Perspektiven aus fotografierten. Anschließend landeten die Bilder bei Foto-Websites wie Flickr – der ideale Fundus für die Microsoft-Forscher, die diese Fotos in ihre Software einspeisten. Für die Berechnung des 3D-Modells versieht Photosynth eindeutige Punkte einzelner Bilder mit Markierungen, beispielsweise die Ecken eines Fensterbogens oder die Spitze eines Turmes – und erzeugt so einen individuellen Fingerabdruck des Bildes. Anschließend durchsucht das Programm weitere Bilder nach Übereinstimmungen. Sobald es diese findet, werden passende Bilder zu einer Struktur verknüpft; das Abbild einer Landschaft oder einer Stadt entsteht. liebigen Schauplätzen überall auf der gan zen Welt – Photosynth zeigt die Umgebung dann auf Augenhöhe. Reisende können sich bereits im Voraus ein Bild ihrer Hotelanlage machen, solange nur genügend Fotos davon im Netz zur Verfügung stehen. Fortschritt: Photosynth hilft bei Bilderkennung im Web Aber auch praktische Anwendungen sind möglich: So könnte Photosynth Bildinhalte anhand ihres Punkte-Rasters erkennen – ein großer Fortschritt für die Bildersuche im Web. Das Auffinden von ähnlichen Bildern oder weiteren Ansichten eines Motivs würde zum Kinderspiel. Und auch unterwegs könnte Photosynth Wissen viel schneller verfügbar machen als bisher: Denkbar wäre beispielsweise eine Stadtführung, bei der die Teilnehmer per KameraHandy Gebäude fotografieren und sich dann Zusatzinfos auf ihrem Mobiltelefon abrufen. Photosynth soll noch im Laufe des Jahres den Final-Status erreichen. Noch steht aber nicht fest, ob es etwa eine kostenlose Version für Home-User geben wird. Info: labs.live.com/photosynth Bald möglich: Per Internet an jeden Ort der Erde reisen Da gerade an den touristenreichen Orten oft jede Statue bis ins Detail abgelichtet ist, erhalten die Photosynth-Nutzer nicht nur das Gesamtbild – jede noch so kleine Inschrift lässt sich bildschirmfüllend auf den Monitor holen. Für die Zukunft haben die Microsoft-Entwickler große Ideen. Sobald Photosynth fertig ist, soll jeder Nutzer seine eigenen Fotos einpflegen können. Die Idee dahinter: Jeder kann mit Photosynth zu jedem Ort der Welt springen und sich dort ganz in Ruhe umsehen. Eine perfekte Ergänzung für Virtual Earth, Microsofts Pendant zu Google Earth: Per Satellitenbild ginge es im Sturzflug zu be- STARTPUNKT Ein Klick auf das gewünschte Foto und die Bilder ordnen sich zu einem 3D-Modell aus der Sicht des Fotografen. 18 | CHIP.DE | JUNI 2007 AKTUELL UMSTIEG VON 65 AUF 45 NANOMETER Preiskrieg: Geht AMD die Puste aus? Der Wettstreit zwischen Intel und AMD wird härter. Mit dem technischen Aufwand für jede neue Prozessorgeneration steigen auch die Kosten enorm an. Und AMD scheint sie nicht mehr tragen zu wollen – oder zu können. Nach einem verkorksten Start in das Geschäftsjahr 2007 zieht AMD mit einem Sparprogramm die Notbremse. Mit dem Verzicht auf nicht zwingend erforderliche Ausgaben und einem Einstellungsstopp sollen dieses Jahr rund 500 Millionen Dollar eingespart werden. Der Preiskrieg mit Konkurrent Intel hat bei AMD Umsätze und Gewinne zusammenschmelzen lassen. Mit 1,23 Milliarden USDollar liegen die Erlöse aus dem ersten Quartal um acht Prozent niedriger als noch im Jahr zuvor. AMD kommt der Einbruch denkbar ungelegen: Es steht die Einführung der 45-Nanometer-Technologie an. Diese kleineren ChipStrukturen erfordern neue teure Belichtungsmaschinen und bergen etliche Risiken. Neues Verfahren: AMD stellt Chips künftig nass her Intel hat hier die Nase vorn und will noch in diesem Jahr die ersten 45-Nanometer-Chips auf den Markt bringen. AMD ist um einige Monate im Hintertreffen: Nachdem in der Dresdener Fabrik die 45-Nanometer-Muster gefertigt wurden, sollen im zweiten Quartal 2008 die ersten CPUs auf den Markt kommen. Einen Vorteil hat die Verzögerung: AMD kann eine völlig neue Technologie einsetzen, die noch nicht zur Verfügung stand als Intels 45-Nanometer-Pläne in die heiße Phase kamen: die Immersions-Lithographie. Im Gegensatz zum bisherigen trockenen Belich- DRESDEN In den Reinräumen der modernen Fab 36 hat AMD damit begonnen, die ersten 45-Nanometer-Chips zu fertigen. ten der Wafer wird dabei eine Flüssigkeit mit höherer Brechzahl benutzt, um physikalische Grenzen zu überwinden und mit Lasern Strukturen zu schaffen, die etwa 2.000 mal feiner sind als ein menschliches Haar. Intel bewältigt den Sprung von 65 auf 45 Nanometer, indem die trockene Belichtung bis aufs Letzte ausgereizt wird, unter anderem mit doppelten Belichtungs- masken für die kritischen Layer. Ob das trockene oder das nasse Verfahren besser für die nächste Chipgeneration geeignet ist, wird die Massenproduktion zeigen. Fest steht, dass Intels Kriegskasse für die 45-Nanometer-Schlacht prall gefüllt ist: Der Marktführer hat das vergangene Jahr mit 10 Milliarden Dollar Gewinn abgeschlossen, AMD mit nur 1,5. Info: www.amd.de HEISSES GERÜCHT T-ONLINE DVD-ON-DEMAND INTELLIGENTES KAMERASYSTEM Neue Zune-Player von Microsoft Microsoft plant für 2007 angeblich zwei neue iPod-Konkurrenten unter dem Zune-Label. Gerüchten zufolge handelt es sich bei einem der Multimedia-Player um eine überarbeitete Variante des ersten Zune. Die neue Version soll flacher sein und eine größere Festplatte bieten (vormals 30 GByte). Das zweite Gerät nutzt angeblich Flash-Speicher und wäre somit ein Gegner des iPod nano. Der kleine Zune soll allerdings jeweils einen Zentimeter schmaler und kürzer sein (76 x 32 x 6,4 Millimeter), Videos abspielen und ein größeres Display als der iPod nano (2,8 statt 1,5 Zoll) haben. Zudem sei W-LAN mit an Bord. Microsoft wollte die Gerüchte gegenüber CHIP nicht bestätigen. Info: www.microsoft.de Forscher nutzt Webcam als drittes Auge Drei Augen sehen mehr als zwei, sagt sich der Wissenschaftler Walterio Mayol Cuevas. An der Uni Bristol ist er deshalb meist mit der Kamera auf der Schulter unterwegs. Sein „drittes Auge“ wird von einem Notebook aus gesteuert. Es erkennt, was er mit seinen Händen macht und welche Gegenstände im Blickfeld liegen. Ziel ist ein System, das versteht, was der Benutzer gerade macht. Das können etwa willkürliche Gesten der Hände sein, mit denen der Computer gesteuert wird, aber auch Arbeiten, zu denen der PC Informationen beisteuern kann. Greift Mayol Cuevas beispielsweise zu einem Telefon, öffnet der Computer schon mal vorausahnend das Verzeichnis mit Rufnummern. Info: www.cs.bris.ac.uk DVDs brennen statt leihen T-Online will sein Video-on-Demand-Angebot im Web deutlich ausbauen: Ab Juni können Surfer Filme bei T-Online herunterladen, sie auf DVDs brennen und auf fast jedem DVD-Player abspielen. Als Kopierschutz wird das von der Firma ACE entwickelte fluxDVDVerfahren genutzt. Es benötigt, anders als das gerade verabschiedete Recordable-CSS, keine speziellen CSS-DVD-Rohlinge und Brenner, sondern kann von jedem DVD-Brenner erstellt werden. Bislang hat T-Online aber nur einen Vertrag mit dem Filmstudio Universal unterschrieben, die anderen großen Studios fehlen noch. Die Filme sollen zeitgleich mit dem Verkaufsstart im Handel verfügbar sein und weniger kosten. Info: www.t-online.de/vod 20 | CHIP.DE | JUNI 2007 AKTUELL SICHERHEITS-NEWS Gefahren-Barometer Alarmstufe Rot bei Web-Attacken! Neuer Trend: User werden mit gefälschten Online-Rechnungen bombardiert, die gefährliche Trojaner enthalten. hohes Risiko mittleres Risiko Downloader: Die neue Gefahr aus dem Web â–  Haben Sie auch in letzter Zeit trojanerverseuchte Rechnungen von Amazon, eBay oder Ikea bekommen? Da sind Sie nicht allein, viele neue Web-Angriffe arbeiten mit dieser Masche. Was alle gemeinsam haben: Im Mail-Anhang steckt ein ausführbarer Downloader. Meist sieht ihn der Empfänger als ZIP- oder PDF-Datei, die angeblich die Rechnungsdaten enthält. Doch ein Doppelklick darauf öffnet nicht Winzip oder Adobe Reader, sondern führt den Downloader aus. Der holt dann alle mögliche Malware auf den PC: Trojaner, Würmer, Spyware. Eigentlich müsste der VirenWächter jetzt Alarm schlagen. Nur: Der Downloader ist kein Virus! Auch schadet er dem Rechner nicht, indem er System-Dateien modifiziert. Er macht nur das, was sein Name schon sagt: Dateien aus dem Internet laden. mehr, denn der ist brandneu. Auch intelligente Lösungen wie Tru-Prevent, die Viren anhand ihres Verhaltens identifizieren, greifen nicht: Etwas herunterzuladen ist ja kein auffälliges Verhalten, jeder Surfer macht das. geringes Risiko CHIP bewertet das Gefahrenpotenzial im Web anhand aktueller Sicherheitsstatistiken. Gefährliche Domains Name Domainn Verseuchte Websites Katastrophal: Der Downloader lädt die Malware auf den PC Wenn der Downloader in Aktion tritt, nimmt das Unheil seinen Lauf: Im harmlosen Fall lädt er nur Spyware auf den Rechner. Wenn es schlimm kommt, installiert er eine Botnet-Software, damit lässt sich der Heim-PC wie ein Roboter fernsteuern. Den gekaperten Rechner nutzt der An- 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. Niue Russland Rumänien Namen Business Christmas Island Samoa Cocos Islands Network Belgien NU RU RO NAME BIZ CX WS CC NET BE 0,45 % 0,43 % 0,38 % 0,36 % 0,24 % 0,17 % 0,17 % 0,16 % 0,13 % 0,12 % greifer dann als Spamschleuder – und verschickt von dort wiederum Mails mit neuen Downloadern. Die Anti-Viren-Firmen basteln derzeit hektisch an Problemlösungen. Der gängige Weg, wie ihn etwa Symantec geht: Die Firewall der Security-Suite soll den Downloader blocken. Vielversprechender aber scheint momentan der Ansatz von TrendMicro: Bekannte Websites, die Malware hosten, kommen auf eine Blacklist; Verbindungen zu diesen Sites werden unterbunden. Doch solange die Security-Spezialisten keine fertige Lösung bieten, hilft nur eines: Nie Datei-Anhänge von dubiosen Mails öffnen! Quelle: McAfee-Studie „Mapping the Mal Web“ Risiko: Exotische Inseln hosten die gefährlichsten Sites – sofortige Virenattacke bei Aufruf garantiert. PC-Kidnapping per Downloader Sobald User die verseuchte Mail öffnen, wird der Downloader aktiv: Er lädt Malware herunter, die den PC kapert. Phishing-Trend Attacken 30.000 25.000 20.000 15.000 Quelle: Antiphishing.org 10.000 Heimtückisch: Der Downloader trickst den Viren-Wächter aus 29.930 Mail mit Anhang Heim-PC 2 Der Downloader wird installiert ... 4 Malware spioniert den PC aus und bindet ihn ins Botnetz ein Piraten-Server 3 ... und holt Malware vom Piraten-Server: Downloader Nummer 2 BotnetSoftware Spyware 26.877 25.816 23.787 22.136 09/06 10/06 11/06 12/06 01/07 Allzeithoch: Surfer erhalten so viele Phishing-Mails wie noch nie. VIREN TOP 10 Die Anti-Viren-Firmen tun sich derzeit schwer, ein Gegenmittel zu entwickeln. Denn was der Downloader herunterlädt, ist zunächst ein weiterer, leicht modifizierter Downloader. Das Tückische dabei: Selbst wenn der Wächter den ersten anhand seines Programmcodes identifizieren kann, den zweiten kennt er nicht .exe .exe 1 Der Angreifer verschickt eine verseuchte Mail mit dem Downloader .exe .exe 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Netsky Mytob Sality My Doom Bagle Zafi Stratio Nyxem Clagger DwnLdr 32,70 % 30,40 % 7,80 % 5,20 % 4,10 % 3,40 % 2,60 % 2,60 % 2,40 % 2,00 % CHIP SICHERHEITS-BOX Gratis-Schutz für den PC Nie mehr Trojaner und Spyware, Schluss mit Pop-ups oder Spam! CHIP hat für Sie die besten Security-Tools in einem Paket gebündelt. Sie finden diese monatlich auf unserer Heft-CD/DVD. CHIP-Code hSECURITY % F-Secure Anti-Virus 2006 % F-Secure AntiSpy % Sygate Personal Firewall % Spamihilator % Pop-Up Stopper/Adblock Quelle: Kaspersky Lab, Stand: März 2007 22 | CHIP.DE | JUNI 2007 Neue Sicherheitsrisiken KREDITKARTEN MIT RFID-CHIP WWW.MICROSOFT.COM INTERNET EXPLORER Geheimnummer frei Haus Die USA – das gelobte Land? Auf jeden Fall für Kreditkarten-Diebe. Denn sie profitieren von einer Neuerung, die Visa, Amex und Co. sowie deren Kunden das Leben eigentlich erleichtern soll: RFIDChips auf Kreditkarten – mittlerweile sind bereits 20 Millionen der „berührungslosen“ Zahlungsmittel im Umlauf. Das Fatale dabei: Nicht nur Spezial-Scanner können die Karten per Radiosignal lesen. Das geht auch mit frei verfügbaren, leicht modifizierten RFID-Scannern. Hacker erfahren so die Kreditkartennummer, das Ablaufdatum sowie den Namen des Eigentümers wortwörtlich im Vorbeigehen. Und damit können sie dann auf Einkaufstour gehen, nur die dreistellige Sicherheitsnummer fehlt. Experten der Universität von Massachussetts haben zwanzig verschiedene Karten auf diese Schwäche untersucht – und fast alle geknackt. Mittlerweile haben die großen Unternehmen reagiert: Neue Karten von Visa und American Express geben zumindest den Namen des Eigentümers nicht mehr preis. Amex-Karten verwenden zudem eine andere Nummer für den RFID-Transfer. Schöne Aussichten für die alte Welt? Zweifelhaft: Schon in diesem Jahr will Visa RFID-Karten auch in Europa einführen. Info: www.visa.de Auch die Microsoft-Site ist anfällig für Cross-Site-Scripting – wie CHIP bei einem Routinecheck festgestellt hat. Über das Suchfeld in der Bild-Datenbank kann ein Angreifer Surfer per E-Mail auf eine gefährliche Website umleiten. â–  Lösung: Microsoft wurde informiert und will die Lücke umgehend schließen. Info: www.microsoft.com DVDS MIT WEB-FEATURES Animierte Mauszeiger in Websites sind nervig – vor allem aber gefährlich. Denn darüber lässt sich Schadcode auf den PC schmuggeln. Ein erster Fix von Microsoft hat sich als unbrauchbar erwiesen. â–  Lösung: Microsoft will ein weiteres Sicherheits-Update herausbringen – unbedingt installieren. Info: www.microsoft.com KASPERSKY Der Interactual-Player auf DVDs wie „Piraten der Karibik“ verbindet die Scheibe mit dem Web, um weitere Inhalte anzubieten – mittels ActiveX. Dieses Modul hat eine Lücke, über die sich Schadcode ausführen lässt. â–  Lösung: Bis ein Update erscheint, deaktivieren Sie das Modul im Browser. Info: http://secunia.com Antivirus und die Internet Security-Suite 6.0 von Kaspersky arbeiten mit anfälligen ActiveX-Modulen. Durch Lücken in zwei DLLs kann ein Angreifer Dateien vom Rechner seines Opfers herunterladen oder löschen. â–  Lösung: Machen Sie ein Update, Kaspersky hat die Lücken gefixt. Info: www.kaspersky.de VISTA-SIGNATUR AUSGEHEBELT VOIP-HACKING Bootkit statt Rootkit Was für Windows XP das Rootkit, könnte für Vista das Bootkit sein: des Betriebssystems größter Feind. Microsoft behauptet zwar, Vista sei sicher, weil nur signierter Code ausgeführt wird. Doch das ist falsch: Zwei indische Hacker haben ein kleines Programm namens VBootkit geschrieben, das den Vista-Bootprozess startet, abhört und on-the-fly ändert. Damit können Hacker selbst den Kernel manipulieren, um unsignierten Code auszuführen. Im Detail läuft dieses so ab: Sobald die Bootmgr.exe geladen wird, manipuliert VBootkit die mitlaufenden Sicherheitsabfragen und kopiert sich in einen ungenutzen Speicherbereich. Bei den folgenden Boot-Stufen, wenn Winload. exe und NTOSKrnl.exe starten, geht das Programm genauso vor, so dass es schon im Hintergrund läuft, wenn das System hochgefahren ist. Ein Fakt, den Vista nicht mitbekommt. Demonstriert haben das die Brüder Kumar auf der Sicherheitskonferenz Blackhat Europe. Sie konnten auch ohne Signatur mit Kernel-Privilegien auf Vista zugreifen und Systemrechte an eine Shell vergeben. Darüber lässt sich beispielsweise jeder Kopierschutz knacken, der über signierte Treiber funktioniert – etwa Blu-ray oder HD-DVD. Schlimmstenfalls können Hacker Malware installieren, um den PC zu übernehmen – Rootkit lässt grüßen. Für die Bootkit-Entwickler liegt der Fehler darin, dass Vista die verschiedenen Boot-Phasen nicht noch einmal daraufhin überprüft, ob alles glatt gelaufen ist. Laut den beiden Experten kann Microsoft die Lücke allerdings nicht allein schließen. Erst ein TPM-Chip, also ein HardwareSchutz, könne den Bootvorgang so absichern, dass ein Bootkit keine Chance hätte. Info: www.rootkit.com Schwarzmarkt für VoIP Hacker haben ein neues lukratives Geschäftsfeld entdeckt: Sie brechen in die Gateway-Server der Provider ein und belegen Teile von deren Bandbreite. Ein Gateway-Server für VoIP verbindet das Internet-Telefon mit dem Festnetz, also genau der Übertragungsweg, mit dem richtig Geld zu verdienen ist. Die so erschlichenen „Telefon-Minuten“ verkaufen die Hacker dann an kleine Provider, die nicht nach der Herkunft der VoIP-Kapazität fragen. Zu Analog-Zeiten wurde dieses Vorgehen Phreaking genannt und war das Betätigungsfeld von Amateuren. Doch das neue VoIPPhreaking hat mittlerweile schon Schwarzmarkt-Dimensionen angenommen: Rund 200 Millionen Telefon-Minuten werden pro Monat gehandelt, was in etwa einer Summe von 25 Millionen Euro entspricht. Da es im Web um die 5.000 Märkte für Sprach-Minuten gibt, kann die niemand überwachen. Deshalb schätzen Experten, dass sich das VoIP-Phreaking kaum unterbinden lässt. Und außerdem existieren Hunderte von Phreaking-Programmen, mit denen Hacker VoIP-Verbindungen analysieren und manipulieren. Dazu kommt: Die wenigsten VoIPProvider investieren in ein Überwachungs-Tool wie SiVuS (siehe Screenshot links). Info: http://hackervoice.co.uk ANTIHACKER-TOOL SiVuS überprüft ein VoIP-Netz, um illegale Anrufer zu überführen. JUNI 2007 | CHIP.DE | 23 AKTUELL ÜBERNAHME G DATA WLAN SECURITY MICROSOFT Google kauft Web-Urgestein Der Suchmaschinen-Riese Google hat den Online-Werbespezialisten DoubleClick für 3,1 Milliarden US-Dollar gekauft. DoubleClick betreibt Banner-Werbung und Suchmaschinen-Marketing über AdServer, die das gezielte Ausliefern und Auswerten von Online-Werbung erlauben. Die 1996 gegründete US-Firma ist Marktführer Vista Home: Backup nicht wiederherstellbar Windows Vista verfügt über ein automatisches BackupSystem: Die Funktion »Vorgängerversionen« stellt ältere Versionen beliebiger Dateien wieder her. In den kleinen Vista-Varianten Home Basic und Home Premium fehlt die Funktion offiziell. Allerdings: Auch diese Versionen speichern ungefragt ältere DateiVersionen – obwohl sie keine Möglichkeit zum Wiederherstellen bieten. Daraus ergibt sich eine überflüssige Verschwendung von Speicherplatz. Standardmäßig 15 Prozent der Gesamtkapazität eines Laufwerks reserviert Vista für die Funktionen »Vorgängerversion« und die daran gekoppelte Systemwiederherstellung. Nutzen kann die freilich nur, wer später einmal auf die teureren Vista-Varianten upgradet. Ganz abschalten lässt sich das Feature-Überbleibsel dennoch nur, wenn auch die Systemwiederherstellung deaktiviert wird – was einen erheblichen Verlust an Datensicherheit nach sich zieht. Hinzu kommt, dass »Vorgängerversionen« generell ein gewisses Sicherheitsproblem birgt: Hacker könnten ältere Versionen vertraulicher Dokumente wiederherstellen, obwohl diese bereits gelöscht erscheinen. Bleibt zu hoffen, dass Microsoft für die Home-Versionen einen Patch nachliefert, der die Speicherung auf Wunsch deaktiviert. Info: www.microsoft.de Sicherheit fürs Funk-Netzwerk G Data will mit dem Programm „WLAN Security“ Funk-Netzwerke schützen und damit etwas gegen deren schlechten Ruf in Sicherheitsfragen tun. Sinnvoll: Mit einer Lizenz lassen sich alle PCs in einem W-LAN administrieren. Das Tool unterstützt dabei sogar noch das alte Windows 98, funktioniert jedoch auch mit dem neuen Windows Vista. Die Software enthält außerdem eine Firewall, einen Virenscanner und Spam- und Phishing-Filter. Der Administrator kann mit der Software mehrere Computer zentral verwalten und steuern. So laufen etwa Virensuche und Updates bequem ferngestartet ab. Der Preis für das Tool: 80 Euro. Info: www.gdata.de und verfügt dank ihrer teilweise umstrittenen Datensammler-Methoden über unzählige Verhaltens-Statistiken von Web-Usern. Mit dem Deal kommt Google bei Online-Werbung auf einen Marktanteil von 80 Prozent – selbst Microsoft fordert nun eine Überprüfung durch die amerikanischen Kartellbehörden. Info: www.google.de INTERNET-TV-EMPFÄNGER AppleTV: Kleiner, heißer Stromfresser Die Online-Videothek in Apples iTunesStore ist noch gar nicht gestartet, da steht die dazugehörige Hardware, die Streaming-Box AppleTV, schon für 299 Euro in den Läden. CHIP hat das Gerät bereits getestet. Die Rückseite zeigt, dass AppleTV vor allem für das Wohnzimmer gedacht ist: Hier finden sich neben Netzwerk- und USBBuchsen ein Komponentenvideo-, ein HDMI- und ein optischer Digital-Audioausgang. Die Fernbedienung mit ihren sechs Knöpfen reicht vollkommen aus, um das hübsche und zugleich narrensichere Systemmenü zu bedienen. Die Verbindung zu einer iTunesInstallation (Mac oder PC) im Netzwerk nimmt AppleTV nach der Eingabe einer PIN auf. Das Gerät stöbert dann direkt in den Alben auf der Computer-Festplatte. Videos erwartet AppleTV im Format der Podcasts (Endung .m4v). Aus dem Web geladene Filme müssen also meist konvertiert werden. Die Auflösung ist auf 720p beschränkt, was in den meisten Fällen aber ausreicht. Die moderaten Bitraten meistert die Airport-Extreme-Funkkarte zuverlässig und ohne Ruckeln – die Bildqualität der bislang online gebotenen Demo-Schnipsel und Trailer ist aber abschreckend. Zum Start der Online-Videothek wird Apple hoffentlich bessere Codecs und Datenraten verwenden. Mit seinen PC-Komponenten (Pentium M, GeForce 7300, Festplatte) verbraucht AppleTV 20 bis 50 Watt, und damit zwei- bis viermal soviel wie ein einfacher Audio-Video-Gateway. Das Gerät bleibt zwar leise, die Oberfläche der Box erhitzt sich aber sehr schnell auf rund 45 Grad. Die MacOS-kompatible Hardware hat die Programmier-Gemeinde auf den Plan gerufen, die mit angepassten Kernels die Installation von Betriebssystemen ermöglicht (die Anleitung finden Sie auf www.chip.de). Fazit: Die schöne TV-Box ist derzeit in Deutschland relativ nutzlos – ohne funktionierenden FilmVerkauf über den iTunesStore, fehlt einfach der Einsatzzweck des Apple-Gerätes. Info: www.apple.de 24 | CHIP.DE | JUNI 2007 Foto: GettyImages AKTUELL DIE NEUEN WEBRADIOS Wunschkonzerte aus dem Internet Internet und Streaming machen es möglich: Endlos-Musik nach eigenem Geschmack – und das kostenlos. Der Express-Workshop zeigt, was die neuen Dienste bieten. Von Kim Kranz â–  Der Traum aller Musikfans ist wahr geworden: Radiosender, die ausschließlich Songs nach ihrem Geschmack spielen, und bei denen weder Moderatoren noch Werbejingles stören. Auf schlanke Streaming-Formate wie MP3 (128 KBit/s) und die Mitmachbereitschaft der User bauend, bieten die neuen Webradios ihre Dienste zumeist sogar kostenlos an. 3 1 1 2 3 Aktives Radio: Seien Sie Ihr eigener Programmdirektor Community-ähnliche Plattformen wie Last.fm oder das „Music Genome Project“ Pandora lassen jeden Surfer sein Audioprogramm selbst bestimmen. Vorausgesetzt: Sie teilen den Seiten mit, welchen Stil Sie bevorzugen und geben in einer Suchmaske Schlagworte, Titel oder Interpreten ein, stellen Playlists zusammen oder übermitteln sie von Ihrem PC (etwa von iTunes). Zu hören bekommen Sie dann Musik, die Ihren Vorgaben entspricht oder ähnelt. Wer zudem einzelne Tracks bewertet, wird von schlauen Algorithmen mit personalisierten Radiokanälen belohnt, die seinem gewünschten Stil immer mehr entsprechen. Der Tribut an die Streaming-Lizenzen der Verwertungsgesellschaften: Lieder können nicht zurückgespielt oder wiederholt werden. Und wann der Referenztitel gespielt wird, bleibt dem Zufall überlassen. Die gesamte Playliste kann man freilich so oft hören, wie man will. 2 Last.fm: Radio von Usern für User Die Plattform bestücken („scrobbeln“) die User mit Playlists von ihren Rechnern 1 . Alternativ hören sie in die Listen anderer User hinein 2 oder klicken sich ein eigenes Musikprofil 3 zusammen. Daraus lernt Last.fm und erhöht die Treffsicherheit bei der Songauswahl. Info: www.lastfm.de Finetune: Geteilte Geschmäcker Wer in die Suchmaske ein Schlagwort eingibt 1 , bekommt eine Auswahl an Playlists und Songs 2 . Man kann sich eigene Listen aus mindestens 45 Songs erstellen, oder die anderer User anhören 3 . Alternativ gibt es 400 von Finetune angelegte Radiostationen. Info: www.finetune.com 1 1 3 3 2 3 Pures Hörvergnügen: Gegen Aufpreis werbefrei Finanziert werden diese RadioProjekte durch die Verlinkung zu CD- und Download-Shops (Last. fm, Finetune) oder Werbebanner (Pandora). Wobei sich bei Letzterem Werbefreiheit und zusätzliche Features für 36 US-Dollar pro Jahr erkaufen lassen. Pandora: Lernfähige Datenbank Die Basis hier: 500.000 Titel, die vom Pandora-Team analysiert wurden. Gibt der User einen Titel oder Interpreten ein 1 , spielt Pandora ähnliche Songs ab. Je nach Wertung des Users wird die Auswahl angepasst 2 . Jeder Nutzer kann bis zu 100 Radiostationen anlegen 3 . Info: www.pandora.com RadioDJ: Mobiles Wunschkonzert Vodafone-UMTS-Kunden können sich Radiokanäle selbst zusammenstellen 1 oder vorgegebene Kollektionen im Handy abspielen. Bewertete Titel werden entsprechend weniger oder öfter gespielt 2 . Die Songs können auch direkt auf das Handy gekauft werden 3 . Info: www.vodafonelife.de 26 | CHIP.DE | JUNI 2007 AKTUELL T E C H N I K- L E X I KO N HDR: Mehr Kontrast und mehr Details für Digitalfotos Tiefe Schatten, strahlendes Licht sind Klippen für Digitalkameras. High Dynamic Range (HDR) bringt Details zum Vorschein, von denen man gar nicht wusste, dass es sie gibt. Von Nicole Ott â–  Der tapfere Held ist zurückgekehrt, die Siegesgöttin Nike krönt ihn mit dem Lorbeerkranz. Über den beiden zieht eine imposante Wolkengruppe vorbei. Ein tolles, beeindruckendes Bild. Der Tourist drückt auf den Auslöser – und bekommt ein mittelmäßiges Foto des Figurenensembles auf der Berliner Schlossbrücke. Obwohl er es mit verschiedenen Belichtungszeiten probiert hat, fehlt immer wieder etwas: Details der Figurengruppe sind nicht zu erkennen oder der Himmel sieht aus wie eine weiße Wand. Das Problem: Eine Belichtungszeit, die alle Details in Licht und Schatten erfasst – also den gesamten Kontrastumfang –, gibt es nicht. Unser Fotograf kann sich dennoch freuen: Am Computer wird aus der Reihe von mittelmäßigen Bildern eine Fotografie wie ein Gemälde. Eine neue Technik ist die Lösung des Problems: High Dynamic Range (HDR) erweitert den Kontrastumfang des Bildes so, dass alle Bereiche mit Detailfülle glänzen. Diese Technik macht Bilder nicht unbedingt realistischer, aber spannender und dramatischer. CHIP erklärt die Grundlagen des Fototrends, der nicht nur den Profis, sondern auch immer mehr Amateur-Fotografen eine neue Bilderwelt erschließt. muss oberhalb von 14 Blendenstufen bereits Einschränkungen hinnehmen. Die Analogfotografie schafft etwa elf Blendenstufen – und moderne Bildsensoren gelangen sogar noch früher an ihre Grenzen. Bei Digitalkameras ist schon bei neun Blendenstufen Schluss. Und das auch nur im professionellen RAW-Format. Das Konvertieren der Aufnahme ins platzsparende JPEG-Format reduziert den Kontrast nochmal auf acht Blendenstufen, was der typischen Farbtiefe von 8 Bit entspricht. Doch der Informationsverlust geht weiter: Die Darstellung am Monitor oder der Papier-Ausdruck, alles verlangt nach Informations-Reduktionen. Den Effekt kennt jeder HobbyFotograf aus zahllosen Situationen: Enttäuschung statt Begeisterung. Der stimmungsvolle blaue Himmel ist jetzt eine weiße Fläche, das Gebirge im Vordergrund versinkt im Schatten. Statt der kunstvoll gestutzten Buchsbäume im Garten zeigen die Fenster der Innenaufnahme nur Grau. Die Aufnahme ist ganz anders als die ursprüngliche Wahrnehmung. Dynamic Increase Range: Erster Schritt zur Realität Der Weg zum realitätsnahen Bild führt über eine Belichtungsreihe aus mindestens zwei Fotos. Um Deckungsgleichheit zu garantieren, ist ein Stativ unerlässlich. Die bisher gängige Technik, um die Diskrepanz zwischen Foto und Wirklichkeit zu mindern, ist das Dynamic Range Increase (DRI). Hierbei verschmelzen zwei unterschiedlich belichtete Fotos zu einer Aufnahme: Gelungene Bildpartien werden sichtbar gemacht, störende Stellen ausgeblendet. So bleibt der Himmel blau und die Details der Berge sind genau zu erkennen. Zwei Methoden gibt es für das DRI, auch „Exposure Blending“ genannt: Im Bildbearbeitungsprogramm montiert man Bildpartien per Ebenenmasken manuell oder blendet die Bilder per Mittelwertbildung ineinander Dilemma: Was das Auge sieht, bleibt dem Sensor verborgen Kontrastreiche Motive, bei denen das menschliche Auge problemlos jedes Detail sowohl im Schatten als auch im Hellen wahrnimmt, überfordern aktuelle Digitalkameras. Solche Situationen treten beispielsweise an klaren Sommertagen auf: Das ungefilterte Licht der Mittagssonne erreicht schnell eine Leuchtdichte von 1,6 Milliarden cd/m2 – eine 100-WattGlühbirne nur 10 Millionen. Der Dynamikumfang einer Landschaft im gleißenden Mittagslicht umfasst 20 Blendenstufen. Eine Bandbreite, die bereits die Verarbeitungskapazität unseres Auges übersteigt. Der Mensch HDR: Das Beste aus drei Fotos ... Foto: T. Krech, http://flickr.com/photos/extranoise UNTERBELICHTET Dramatischer, verdunkelter Himmel, trübe, gesichtslose Siegesgöttin: zu dunkel für ein gutes Bild. NORMAL Blauer Himmel, gut erkennbare Figurengruppe, korrekt belichtet, aber bis auf die Perspektive langweilig. ÜBERBELICHTET Um zwei Stufen überbelichtet, ist der Himmel zeichenlos, dafür sind mehr Details der Figuren sichtbar. 28 AUF CD/DVD: Die HDR-Tools „Traumflieger“ und „Photomatix“ CHIP-Code hHDR | CHIP.DE | JUNI 2007 HDR-FÄHIG Der Sensor in Fujis DSLR-Modell S5 nimmt pro Bildpunkt zwei Pixel auf und liefert so mehr Dynamikumfang pro Bild. über. Für unser Auge stimmt das Bild fast mit der Realität überein, doch es bleibt ein 8-Bit-Bild mit geringerem Dynamikumfang. High Dynamic Range: Voller Dynamikumfang in 32 Bit Den vollen Dynamikumfang bilden HDR-Images ab: Mit Helligkeitswerten von bis zu vier gespreizten JPEG-Aufnahmen sind sie selbst stärksten Kontrasten heller Sonnentage gewachsen. Der erste Schritt zum HDRBild gleicht dem des DRI-Verfahrens: Statt nur eines Fotos schießt der Fotograf eine Belichtungsreihe aus mindestens zwei, besser drei Bildern desselben Motivs. Per Software werden dann die Filetstücke automatisch zu einem Bild zusammengefügt. Zur Berechnung nutzt man die EXIFWerte der Belichtungsreihe. Im Unterschied zur DRI-Methode bleibt der Dynamikumfang der jeweiligen Bildpartie erhalten, der des Gesamtkunstwerks ist damit entsprechend hoch. Die Helligkeitswerte werden mit einer Farbtiefe von 32 Bit zusammengefügt. Für diese informationsreichen Bilddateien ist aber ein neues Speicherformat notwendig, da Formate wie JPEG nur 256 Helligkeitsstufen darstellen. HDR-Anwender greifen am häufigsten auf das OpenEXR-Format zurück, das Adobe-Produkte oder HDR-Software wie Photomatix verarbeiten können. Um das Kunstwerk weiterzureichen, ist eine Reduktion in ein 8-BitBild notwendig (meist JPEG) – die Wirkung bleibt aber erhalten. Teures Vergnügen: Passende Monitore kosten noch zu viel Doch die neue Technik steht erst am Anfang ihres Siegeszuges, wie der erste Blick aufs eigene HDRBild zeigt: Am PC-Monitor wirkt das Kunstwerk blass. Der Grund dafür ist, dass herkömmliche TFTs nur einen kleinen Ausschnitt der Helligkeitswerte von HDR-Bildern darstellen können. Spezielle HDRMonitore sind jedoch unbezahlbar: Pionier BrightSide Technologies liefert ein 37-Zoll-HDR-Display mit 3.000 cd/m2 und einem Kontrast von 200.000 : 1 für stolze 40.000 Euro. Bis diese Monitor-Art in bezahlbare Preisregionen vorrückt, müssen HDR-Dateien für die Ausgabe auf 8-Bit-Trägern angepasst werden. „Tone Mapping“ komprimiert die Helligkeitswerte von 32 Bit auf 16 oder sogar 8 Bit. Bei Adobes Photoshop CS2 übernimmt das die so genannte „HDRKonvertierung“. Dennoch sind Erfahrung und Geduld für ein realistisch wirkendes Bild nötig: Oft entstehen bei der Konvertierung Artefakte, die manuelles Nachbearbeiten unerlässlich machen. Ein weiterer Nachteil liegt in der eingeschränkten Motivauswahl: Aufgrund der Belichtungsreihen fehlen den gemäldeartigen Fotos schlichtweg die Menschen. Denn schon kaum sichtbare Bewegungen führen zu surrealistisch verwaschenen Bildern. Kameras mit sehr hohem Dynamikumfang, die HDR-Fotos direkt aufnehmen können, gibt es zwar schon – doch sie bewegen sich bisher in den Preisregionen eines Kleinwagens. Die S1 Alpha Pro von Leica kostet 20.000 Euro. Einen Schritt Richtung Massenmarkt geht Fujifilm mit dem Bildsensor Super CCD SR, der in dem Spiegelreflexmodell S5 (rund 2.000 Euro) steckt. Bei diesem speziellen CCD ist jedes Pixel noch einmal in je ein so genanntes Sund R-Pixel unterteilt. Das große – und damit lichtempfindliche – S-Pixel erfasst feine Abstufungen in dunklen Bereichen, das kleinere R-Pixel hellere Elemente. Der Sensor nimmt zwei unterschiedliche Helligkeitsanteile ein und desselben Fotos auf, die Kamera errechnet das Gesamtbild. Wirklich hoch wird der Dynamikumfang allerdings erst mit völlig neuen Bildsensoren. Das Institut für Mikroelektronik Stuttgart entwickelt bereits Chips, die mit einem Kontrastverhältnis von 200.000 : 1 fast an das heranreichen, was das menschliche Auge wahrnehmen kann. Spiele und Filme: HDR ist auch hier groß im Kommen Doch nicht nur Fotos profitieren vom hohen Kontrastumfang. Auch bei Computerspielen und Filmen ist in Szenen mit dunklen und hellen Bereichen eine gute Detailwiedergabe wünschenswert. In der 3D-Computergrafik wird HDR als Beleuchtungstechnik eingesetzt, um Schatten und Reflexionen zu erzeugen. Aktuelle Grafikkarten unterstützen HDR mit 16-Bit-Fließkommagenauigkeit. Bis Hollywood jedoch die Filme in hyperrealistischer Drehweise bringt, vergeht noch Zeit: Das Fraunhofer-Institut arbeitet an einer entsprechenden Kamera – die ersten Versuche sind vielversprechend. nicole.ott@chip.de â–  ... ergibt ein Bild wie ein Gemälde HDR-IMAGE Der dramatisch gezeichnete Himmel untermalt gelungen die Auszeichnung des Helden durch die Siegesgöttin Nike auf der Schlossbrücke in Berlin-Mitte. 3 IN 1 Per Knopfdruck fügt die Freeware Traumflieger (auf Heft-CD/DVD) drei Einzelbilder zu einem HDR-Bild mit 16-Bit-Farbtiefe zusammen. JUNI 2007 | CHIP.DE | 29 AKTUELL DEVELOPER FORUM IN CHINA Intel geht völlig neue Wege Der weltgrößte Chip-Hersteller schielt auf den bald weltgrößten Absatzmarkt – und stellt seine Zukunftspläne prompt in China vor. CHIP war für Sie vor Ort. Von Daniel Wolff â–  Das Reich der Mitte lockt – und Intel folgt dem Ruf: In Peking, der Hauptstadt der aufstrebenen Industrienation China, hat der Chipgigant auf seinem Developer Forum (IDF) spektakuläre Zukunfts-Technologien präsentiert. Unter dem Namen „Skulltrail“ entwickelt Intel eine Spiele-Plattorm für zwei Quad-Core-Penryns und bis zu vier Grafikkarten. Ab 2009 könnte Intel auf ein ein neues Konzept setzen: Ähnlich AMDs „Fusion“-Projekt will Intel Spezial-Prozessoren direkt in den Chip einbinden. Bereits der Penryn-Nachfolger „Nehalim“ wird in einigen Varianten mit integrierter Grafik ausgestattet sein. belle). Sie unterstützt DDR3-RAM und den Funk-Standard WiMAX. Bis 2009 will Intel gar ein FunkModul entwickeln, das alle Standards beherrscht, sei es W-LAN, WiMAX, UMTS, GPS, Bluetooth, DVB-T oder Wireless USB. MHz) und „A110“ (800 MHz) erstmals Komplett-PCs in PDAGröße ermöglichen. Der Name der Vista-fähigen Minis: „Mobile Internet Devices“ (MIDs). Die Vorführ-Geräte, die Intel auf dem IDF zeigte, ließen sich allerdings nur extrem träge bedienen. Für 2008 kündigte Intel nochmal kleinere Versionen der Mini-CPUs sowie die passende „Menlow“Plattform an – für Vista-PCs in Smartphone-Größe. Info: www.intel.de Penryn: Die Core-2-Duo-CPU wird kräftig optimiert Im Mittelpunkt stand der Core-2Duo-Nachfolger, Codename „Penryn“. Er wird zum Jahresende im 45-Nanometer-Verfahren in die Massenfertigung gehen – Konkurrent AMD startet erst Mitte 2008 (siehe S20). Der Penryn profitiert dabei von Intels neuem Herstellungsverfahren „High-K di-electric on a metal gate“, das höhere Leistung bei geringem Stromverbrauch ermöglicht. Zudem erhöht Intel den L2-Cache der CPU auf bis zu 12 MByte und beschleunigt den FrontSideBusTakt auf 1.333 MHz. Erste Tests bestätigen: Der Penryn lässt sogar das aktuelle Top-Modell Core 2 Extreme QX6800 links liegen. Die passenden MotherboardChipsätze P33 und P35 soll es ab Juni geben, im Herbst den X38. Freuen dürfen sich auch Gamer: Mini-PCs: Nach den UMPCs kommen die MIDs Im Mobilbereich hat Intel aber noch andere Ziele: So sollen die auf Pentium M basierenden neuen Prozessoren „A100“ (600 Centrino: Ab 2008 mit Quad-Core-CPUs und WiMax Die Notebook-Version von Penryn wird den verbesserten Stromspar-Modus „Deep Power Down“ bieten, der die CPU nahezu komplett herunterfahren kann. Ebenfalls nur in der mobilen Variante steckt die „Dynamic Acceleration Technology“ (DAT): Benötigt eine Software nur einen CPU-Kern, werden alle anderen Kerne abgeschaltet, der aktive aber um 10 bis 15 Prozent übertaktet. Der Penryn wird zwar schon in „Santa Rosa“-Notebooks zum Einsatz kommen, den optimalen Untersatz bildet aber erst die übernächste Centrino-Plattform namens „Montevina“ (siehe Ta- Intels neue Notebook-Roadmap Die neuen Centrino-Pro-Notebooks (Codename Santa-Rosa) bringen n-Draft-WLAN und die Schnellstart-Technik „TurboMemory“. 2008 trumpfen „Montevina“-Laptops mit QuadCore-CPUs, WiMAX und DDR3 auf – sowie längerer Laufzeit. 30 | CHIP.DE | JUNI 2007 Foto: Double D Productions VORAB-TEST: INTELS NEUER QUAD-CORE In den Intel-Labors rennt Penryn schon jetzt dem stärksten Core-2-Duo (siehe CPU-Charts S78) davon – ob AMD mithalten kann, zeigt sich 2008. DivX 6.6 Alpha mit VirtualDub 1.7.1 38 Sekunden 18 Zeit in Sek., niedriger Wert ist besser MainConcept H.264 Encoder v2.1 88 Sekunden 73,4 Zeit in Sek., niedriger Wert ist besser Photoshop CS2 105 Sekunden 91 Zeit in Sek., niedriger Wert ist besser Half-Life 2 151 Frames 213 Frames pro Sekunde, länger ist besser Cinebench 9.5 1.549 Punkte 1.935 Punkte, länger ist besser Core 2 Extreme QX6800 (Quad-Core, 2,93 GHz, 8 MB L2-Cache, FSB 1066) Penryn-Prototyp (Quad-Core, 3,33 GHz, 12 MByte L2-Cache, FSB 1333) Quelle: Intel IDF: Trends & Highlights Auf dem Intel Developer Forum präsentierte das Unternehmen seine neuesten Entwicklungen – CHIP fasst die wichtigsten zusammen. PCS IM PDA-FORMAT Neue Mini-CPUs (Intel A100/A110) machen „Mobile Internet Devices“ (MIDs) möglich. HIGH-END-NOTEBOOK Erster Laptop-Prototyp mit der kommenden „Penryn“-CPU. DDR3-SPEICHER Soll rund 25 Prozent weniger Strom verbrauchen als DDR2-RAM. E-PAPER-DISPLAY Notebook mit SideShow-Anzeige, die auch nach dem Ausschalten des Rechners sichtbar bleibt. EFI-SCREEN Der Nachfolger des BIOS meldet sich gleich nach dem PC-Start in hochauflösender Grafik. AKTUELL URHEBERRECHT Achtung Blogger: Teure Video-Links Individuell, emotional, überraschend: Weblogs leben vom persönlichen Austausch – und der findet seit YouTube nicht mehr nur in Worten statt. Musik-Fans stellen Lieder und Videos ihrer Stars auf die Homepage, andere Blogger posten Ausschnitte beliebter Serien wie etwa Stromberg oder SouthPark. Sie beachten aber oft nicht, dass die Clips urheberrechtlich geschützt sind. Zusammen mit dem Rechtsanwalt Arndt Joachim Nagel zeigt CHIP, wie Sie rechtliche Auseinandersetzungen vermeiden. Selbst wenn sie nur Videos verlinken, die auf Portalen wie YouTube, Soapbox oder MyVideo angezeigt werden, müssen Blogger aufpassen. Denn schon ein Link auf ein illegales Angebot kann für den Homepage-Besitzer teuer werden. In seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) erlaubt YouTube zwar Videos mit Hilfe der »embed«-Option auf der eigenen Site einzubinden. Das gilt aber nur für die legalen Videos. In den anderen Fällen ist es eine „öffentliche Zugänglichmachung im Sinne des Urheberrechts, der User verbreitet also unerlaubt geschützte Videos“, erläutert Rechtsanwalt Joachim Nagel. GEFÄHRLICH SCHÖN Videos von YouTube im eigenen Blog sind beliebt – aber bei urheberrechtlich geschützten Filmen illegal. Hohe Strafen: Vorsicht bei Urheberrechtsverletzungen „Werden urheberrechtlich geschützte Videos oder Lieder illegal angeboten, drohen dem Homepage-Betreiber eine Abmahnung, eine einstweilige Verfügung und eventuell eine Klage“, zählt der Rechtsanwalt auf. Es fällt schwer, die genauen Kosten zu nennen, die bei einem Verstoß drohen können. Die Forderungen setzen sich meistens aus zwei Punkten zusammen. „Erstens Schadensersatz: Dieser könnte nach der Zahl der illegal veröffentlichten Videos multipliziert mit der eigentlich fälligen Lizenzgebühr berechnet werden. Hinzu kommen noch die Kosten für Anwälte. Das kann sich je nach Fall auf mehrere Tausend Euro summieren“, so der Rechtsanwalt. Doch es gibt einen Trick, um Lesern zumindest den Weg zu den Videos zu weisen: Wer zum Beispiel bei YouTube eine allgemeine Suchanfrage eingibt, kann die URL der Ergebnisseite kopieren und in seinem Blog posten – denn dieser Web-Link ist legal. Info: www.it-recht-kanzlei.de NEUES VERFAHREN Blu-ray knacken mit der Playstation 3 Nun hilft sogar Sonys Playstation 3 beim Knacken von Blu-rayScheiben: Die Hacker spielen dazu ein Linux-Betriebssystem auf die Spielekonsole. Anschließend lässt sich auf der internen Festplatte der Konsole ein ISO-Image der Blu-ray-Disc anlegen und per Netzwerk oder externem Datenträger auf einen PC kopieren. Dort wird das ISO-File als Laufwerk eingebunden, anschließend mit einem illegalen Knack-Tool von dem Kopierschutz befreit. Vorteil: Playstation-3-Besitzer benötigen kein Blu-ray-Laufwerk, dass derzeit genauso viel kostet, wie die Spielekonsole. Doch Ende des Jahres dürfte mit den Blu-ray-Kopien vorerst Schluss sein. BD-Filme sollen dann mit dem Kopierschutz BD+ versehen werden, der derzeit noch als unknackbar gilt. Info: de.playstation.com „SOFTWARE GEGEN HUNGER“ Sammel-Aktion gegen Hunger ein voller Erfolg Seit 2005 unterstützt CHIP die Aktion „Stille Software gegen Hunger“. Dank des großen Engagements der CHIPLeser war auch die diesjährige Sammelaktion von SoftwareLizenzen äußerst erfolgreich. Damit die Spende wieder möglichst hoch ausfällt, werden die gesammelten Software-Pakete nun bei eBay versteigert – der komplette Erlös geht an die Deutsche Welthungerhilfe. Ab dem 4. Mai 2007 können mehrere hundert Einzelprodukte bei eBay erworben werden (Verkäufername: Software gegen Hunger), geboten ist alles von der Bildbearbeitung über Spiele bis zum Betriebssystem. Die Redaktion bedankt sich bei allen Lesern für den Einsatz bei diesem Projekt. Info: www.softwaregegen-hunger.de GRISOFT ANTI-ROOTKIT SIMILARITY-ENHANCED TRANSFER (SET) Kostenloses Sicherheits-Tool Grisoft, der Hersteller der Sicherheitssoftware „AVG Internet Security“, verschenkt ein Programm zur Entfernung von Rootkits. Die sind für Anti-Viren-Programme oft schwer zu erkennen. Das „Anti-Rootkit“ kann auf der Homepage von Grisoft heruntergeladen werden – allerdings bietet Grisoft keinen Support, zudem ist das Programm bislang nur in englischer Sprache erhältlich. In einer sechs Monate dauernden BetaPhase hat der Hersteller die Software nach eigenen Angaben ausführlich getestet, um zum Beispiel Fehlalarme zu verhindern. Info: www.grisoft.de Turbo für P2P-Tauschnetze Die Zeit langsamer Downloads in Tauschbörsen wie BitTorrent und eMule könnte bald vorbei sein: Wissenschaftler der Carnegie Universität und Intel-Mitarbeiter haben mit „Similarity-Enhanced Transfer“ (SET) eine Art Turbo für Tauschnetze entwickelt. Das Tool erkennt mittels „Handprinting“ identische Inhalte von Dateien. So können auch Dateien, die sich nur im Header unterscheiden, aber fast den gleichen Inhalt haben, als Download-Quellen dienen. In ersten Tests konnten Dateien um rund 70 Prozent schneller übertragen werden. Info: www.cmu.edu MICROSOFT Instant Messenger für die Xbox 360 Mit einem kostenlosen Update Anfang Mai rüstet Microsoft seine Spielkonsole Xbox 360 um diverse Funktionen auf. Wichtigste Neuerung: der Windows Live Messenger Client. Über ihn lassen sich Kurznachrichten an andere Xbox-360User, PCs oder Windows Mobile Handys senden. Auf Wunsch zeigt der Messenger die empfangenen Nachrichten auch während der F i l mw i e d e rg a b e oder beim Spielen an. Die Texte werden per Bildschirmtastatur verfasst oder via USB-Keyboard eingegeben. Alternativ dazu will Microsoft im Sommer einen speziellen Tastatur-Aufsatz (siehe Bild) für die Xbox-Controller anbieten. Der Preis für diesen Aufsatz steht noch nicht fest. Info: www.microsoft.de HD-DVD & BLU-RAY Neuer Kombiplayer Nach LG hat auch Samsung einen Stand-alone-Player angekündigt, der neben Blu-ray-Filmen auch Streifen von HD-DVD abspielt. Im Gegensatz zum LG soll der BD-UP5000 beide DVD-Nachfolger vollständig beherrschen; LGs Multiblue fehlte noch die HDi-Unterstützung für die interaktiven Features der HD-DVD. Das Samsung-Gerät ist für Ende des Jahres angekündigt, zu Preisen und weiteren Details äußerte sich der Hersteller aber noch nicht. Info: www.samsung.de JUNI 2007 | CHIP.DE | AKTUELL FLASH-VIDEO E-PLUS BASE 5 Adobe bringt eigenen Mediaplayer Grafik-Spezialist Adobe hat erstmals einen speziellen Mediaplayer für das hauseigene Flash-Format vorgestellt, das auf Video-Websites wie YouTube zum Einsatz kommt. Der Player schließt die Lücke zwischen On- und OfflineWelt, denn er erlaubt das Mitschneiden von Film-Streams sowie deren Wiedergabe von der Festplatte. Bislang mussten Anwender dafür auf Software von Drittanbietern zugreifen. Hinzu kommen DRM-Support sowie die Möglichkeit, neue Information oder auch Interaktion in die Filme zu integrieren. So könnte etwa per Klick auf eine Kekspackung im Film die Web-Bestellung starten. Eine Beta des Tools soll es noch in diesem Jahr geben. Info: www.adobe.de Handy-Flatrate für alle Telefonate Mit Base 1 und 2 bietet der Mobilfunk-Anbieter E-Plus bereits seit einiger Zeit Handy-Flatrates für Gespräche ins Festnetz und zu E-Plus-Kunden. Jetzt hat das Unternehmen Base 5 vorgestellt: Für 90 Euro pro Monat können Nutzer unbegrenzt ins deutsche Festnetz sowie in alle deutschen Handy-Netze telefonieren. Sonderrufnummern sind allerdings nicht in dem Pauschalangebot enthalten. Gegen einen monatlichen Aufpreis von 25 Euro gibt es zudem eine Internet-Flatrate via UMTS. Der Haken: Dem akzeptablen Grundpreis steht die lange Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren entgegen, außerdem legt E-Plus dem Base-5-Paket kein subventioniertes Handy bei. Info: www.base.de QUELLE DVD-Verleih Das Versand-Unternehmen Quelle betreibt – ähnlich wie Amazon – ab sofort einen eigenen DVDFilmverleih. Für knapp acht Euro im Monat bekommen die Kunden zwei DVDs, die sie beliebig lange leihen können. Schade allerdings: Pro Monat gibt es nur zwei Discs ohne Zusatzkosten, wer öfter seine Leih-DVDs von Quelle durchwechseln will, zahlt für eine neue Lieferung im gleichen Monat fünf Euro extra. Info: www.quelle.de ÜBERWACHUNGSSYSTEM Stromfresser schnell erkannt Mit einem Stromsensor in jedem handelsüblichen Elektrogerät wollen Forscher des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) künftig Energiefresser im Haushalt indentifizieren und mögliche Probleme feststellen. Das Kernstück ihres neu entwickelten Überwachungssystems ist ein kleines Servermodul im Sicherungskasten des Hauses. Verbraucht ein Gerät mehr Strom als üblich – etwa wenn die Kühlschranktür nicht richtig schließt oder die Lager der Waschmaschine verschlissen sind – schlägt das Modul Alarm. Über den PC-Monitor oder per SMS wird der Benutzer gewarnt. In etwa einem Jahr soll das System marktreif sein. Info: www.iis.fraunhofer.de 34 Was Sie über das neue Windows Vista wissen müssen, erfahren Sie im aktuellen CHIPSonderheft. Jetzt unter www.chip.de/vista bestellen. AKKU UND BATTERIEN Hybrid-Handy mit Notstrom Reservetank fürs Handy: Wenn der Akku wieder einmal leer ist, wird einfach auf Notstrom umgeschaltet, den eine herkömmliche Batterie liefert. Entwickelt wurde das „Hybrid-Handy“ mit den zwei Energiequellen vom israelischen Halbleiterhersteller Techtium in Kooperation mit Philips und dem Batterieproduzenten Energizer. Das Xenium NRG kommt laut Hersteller mit dem Akku-Ersatz auf eine zusätzliche Sprechzeit von rund drei Stunden oder eine Standby-Zeit von einer Woche und ist vor allem für Regionen mit schwacher Infrastruktur und dürftiger Stromversorgung gedacht. Noch ist jedoch unklar, ob das Xenium jemals in Europa zu haben sein wird. Info: www.techtium.com NEUE SPEZIFIKATION Blu-ray veraltet Kaum da, schon alt: Die Blu-rayDisc-Association will die Spezifikationen des DVD-Nachfolgers erweitern. So sollen ein integrierter Flash-Speicher von mindestens 256 MByte sowie die Bild-in-BildWiedergabe für die Blu-ray-Player Pflicht werden. Stichtag dafür ist der 31. Oktober 2007. Bislang waren die Features freiwillig – in den aktuellen Geräten finden sie sich noch nicht. Wer sich schon jetzt einen der rund 1.000 Euro teuren Spieler kauft, kann die Features der kommenden Disks, etwa Kommentare oder Downloads von neuen Szenen, nicht nutzen. Besitzer von HD-DVDPlayern müssen sich keine Sorgen machen: Für ihre Geräte sind die Bild-in-Bild-Wiedergabe und Flash-Speicher schon Pflicht. Info: www.blu-raydisc.com LEXWARE QUICKEN 2008 Optimierte Finanz-Verwaltung Lexware überarbeitet die Finanzsoftware Quicken 2008. Die Oberfläche ist laut dem Hersteller nun deutlich übersichtlicher als beim Vorgänger gestaltet. Der Anwender soll so einen schnellen Überblick über seine Finanzgeschäfte erhalten. Das Programm erscheint in zwei Versionen Quicken (rund 50 Euro) und Quicken Deluxe für knapp 75 Euro. Info: www.lexware.de 35 AKTUELL BRENNPUNKT Second Life: Die sexy Leere Konzerne und Presse lieben die virtuelle Welt von Second Life. Was fehlt, sind Bewohner. â–  Das nächste große Ding, die Zukunft des Internets, Web 3.0 – es gibt kaum einen Jubelbegriff, der in den letzten Wochen nicht im Zusammenhang mit der virtuellen Welt „Second Life“ gebraucht wurde. Eine Anmerkung fehlte oft: Es ist verdammt leer. Linden Labs, die Firma hinter Second Life, spricht von 5,5 Millionen Menschen, die in der Simulation ein Alternativ-Leben nachspielen. Sie erstellen sich einen Avatar, bestimmen sein Aussehen, seine Bewegungsabläufe, seine Kleidung. Der Clou: Zwar lassen sich Skins, Animationen für den Avatar, die Kleidungsstücke oder Autos selbst erschaffen, aber auch kaufen und verkaufen – für virtuelle „Linden Dollar“. Linden Dollar führt über reales Geld. Wer einen Euro an die Entwickler zahlt, bekommt dafür 360 Linden Dollar. Das Problem ist, Kundschaft zu finden. Selten sind mehr als 20.000 Avatare online, weniger als ein Prozent der gesamten Einwohner besitzt einen kostenpflichtigen PremiumAccount, mit dem man Land kaufen und darauf ein Haus samt Einrichtung bauen kann. Die Unternehmen stört das nicht: Dell und Mercedes, IBM und Adidas – alle haben sie Inseln in der virtuellen Welt gemietet, stellen dort Produkte vor oder bieten gar Einstellungsgespräche an. Den meisten Zulauf hat Mercedes; hier kann man die neue CKlasse Probe fahren. Die größeren Chancen, andere Menschen zu treffen, hat man an anderen Orten: Viele Bewohner von Second Life verbringen ihre Zeit am liebsten in Spielcasinos und schimmernden Nachtclubs. Info: www.secondlife.com Geldfrage: Auch ein virtueller Ferrari kostet reale Euro Wer mit viel Mühe einen Ferrari zusammengeklickt hat, kann die Blaupause dazu an andere Spieler verkaufen. Der einfachste Weg an Wie viele Menschen wirklich spielen Kundenzahlen bei Online-Spielen und virtuellen Welten sind vor allem eines: Marketing-Instrument. Verlässliche Quellen fehlen, jeder Hersteller definiert nach eigenem Gusto, was ein Kunde ist. Das Online-Rollenspiel World of Warcraft etwa hat 8,5 Millionen bezahlte Accounts, in die Fantasy-Welt des Konkurrenten Everquest 2 loggten sich in den letzten 30 Tagen rund 170.000 Spieler ein. Second Life spricht gern von 5,5 Millionen Einwohnern – die meisten Avatare wurden aber nach der Erstellung eingemottet und verstauben in der digitalen Abstellkammer. In den letzten 30 Tagen betrat nur jeder sechste Nutzer die virtuelle Welt. So alt sind die Spieler hinter dem PC 1 % 13-17 39 % 25-34 Einwohner 6.000.000 5,5 Millionen 5.000.000 4.000.000 3.000.000 2.000.000 1.000.000 198.104 12 % 45+ Kundenzahlen im Vergleich 8,5 Millionen 5,5 Millionen 860.000 170.000 World of Warcraft Second Life 1 Second Life 2 Everquest 2 27 % 18-24 0 1 10 286 5.159 25.361 21 % 35-44 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 Nach den ersten Berichten über Second Life in 2006 explodierte die Bevölkerungszahl. Im Schnitt sind die Bewohner 33 Jahre alt. | CHIP.DE | JUNI 2007 1 Charaktere insgesamt 2 online in den letzten 30 Tagen Quelle: Linden Labs So geht es weiter Spielern der PS3 will Sony ab Herbst eine moderne Variante einer virtuellen Welt bieten. Die Fakten zu Second Life Rund 320 km2 umfasst die Landmasse in Second Life – so viel wie München. GRENZGÄNGER „Die 13 schönsten Avatare“ heißt das Kunstprojekt von Eva und Franco Mattes – sie druckten die Bilder ihrer Kreationen auf die Leinwände und stellten sie in der Postmasters Gallery in New York aus. Für einen Euro bekommt man zirka 360 Linden Dollar – die Währung von Second Life. Ungefähr 20.000 virtuelle Menschen bevölkern die 3D-Welt rund um die Uhr. VORREITER 23.000 Paar a3 Microride hat Adidas angeblich bislang in Second Life für 50 Linden Dollar an die Avatare verkauft. Realer Umsatz: rund 5.300 Euro. 2 1 152 Avatare verdienten im März über 5.000 US-Dollar mit Geschäften in der Netz-Welt. 59 Prozent aller Spieler von Second Life sind laut eigenen Angaben Männer. Ein Zehntel der Spieler kommt aus Deutschland – Platz drei hinter den USA und Frankreich. APFELLAND: STADT APFELLAND: NACHTLEBEN Anlaufstellen für Einsteiger Im deutschen Apfelland sind Kunstausstellungen und Nachtclubs nicht weit voneinander entfernt. Hier können Einsteiger schnell neue Kontakte knüpfen. JUNI 2007 | CHIP.DE | 37 AKTUELL Die Teilnehmer der Expertenrunde (v. l. n. r.): Monika Jacoby (Kyocera), Ingo Kuss (CHIP), Torsten Neumann (CHIP), Sepp Reitberger (CHIP), Simone Bahrs (Pelikan), Loys Nachtmann (CHIP), Barbara Wollny (HP), Dr. Olaf Lehmann (Pelikan), Dieter Röther (Canon), Guido Pfuhl (Lexmark), Norbert Neumann (Lexmark), Ottmar Korbmacher (Epson), Detlef Herb (Kyocera), Fabian Maiwald (Samsung), Andrea Koepfer (Epson), Theo Reinerth (Brother), Michael Marx (Geha), Michael Zulauf (Geha), Eckhardt Homeier (TBS-Printware) CHIP-ROUNDTABLE: DRUCKER UND VERBRAUCHSMATERIALIEN „Drucker sind auf dem Weg zum Lifestyle-Produkt“ Roundtable Zum CHIP-Roundtable laden wir Teilnehmer aus Industrie und Forschung in die Redaktion ein, um mit ihnen über Trends und Hintergründe zu einem aktuellen Thema zu sprechen. Dieses Mal diskutiert eine hochkarätig besetzte Expertenrunde über Drucker und die zugehörigen Verbrauchsmaterialien. Im CHIP-Gespräch reden Experten Klartext: Wie Drucker das Wohnzimmer erobern sollen, welcher Toner gefährlich sein kann – und warum Patronen sogar mit Militärtechnik arbeiten. Wenn von neuen, bahnbrechenden Technologien die Rede ist, geht es selten um das Thema Drucker. Ist dort die Weiterentwicklung weitgehend abgeschlossen oder können wir in den nächsten Jahren noch spannende Neuheiten erwarten? Barbara Wollny (HP): Auch wenn HP weiterhin pro Jahr rund eine Milliarde Dollar in Forschung und Entwicklung steckt, heißt das Motto für die Zukunft eher Evolution statt Revolution. Konkret geht es etwa um die Erhöhung der Druckgeschwindigkeit oder um den unkomplizierten Ausdruck von Webseiten, die mittlerweile schon 50 Prozent des Druckaufkommens ausmachen. Es gibt jedoch auch noch technische Revolutionen, zum Beispiel die neue Generation unserer Office-Tintenstrahldrucker, die mit Seitenpreisen von 1,3 Cent pro Textseite und knapp über 4 Cent pro Farbseite sogar noch günstiger sind als Laser-Geräte. Ottmar Korbmacher (Epson): Auch wir sehen die Bedeutung des Internets. „Printing anything anywhere“ ist da das Motto. Wir wollen aber auch zusätzlich andere Quellen berücksichtigen, so soll künftig etwa der Druck von einzelnen Sequenzen aus HD-Videos problemlos möglich sein. 38 | CHIP.DE | JUNI 2007 Foto: S. Butschek; N. Schäffler Dieter Röther (Canon): Ein weiteres wichtiges Thema ist die Haltbarkeit der Ausdrucke. Mit pigmentierten Tinten haben wir da schon einiges erreicht, aber gerade im Zusammenspiel mit dem richtigen Papier lässt sich die Tinte weiter optimieren. Die Entwicklung konkreter Produkte dauert allerdings noch etwas. Guido Pfuhl (Lexmark): Unsere pigmentierten Tinten sind schon sehr lichtbeständig und wasserfest. Aber für optimale Ergebnisse spielt neben dem Papier der Druckkopf eine große Rolle. Dieses Gesamtsystem aus Drucker, Tinte, Druckkopf und Papier werden wir weiterentwickeln. Den Kunden wird zudem Mobilität immer wichtiger; daher setzen wir verstärkt auf Geräte mit integrierter W-LAN-Anbindung. Theo Reinerth (Brother): Salopp gesagt – Tinte ist noch eine Riesenspielwiese! Dass ihr Potenzial bei weitem nicht ausgeschöpft ist, zeigen unsere Prototypen: Einer erreicht beispielsweise mit einem papierbreiten Druckkopf ein Tempo von 170 Seiten pro Minute. Und ein Multifunktionsgeräte-Prototyp hat aufgrund seiner extrem leichten Druckköpfe einen so geringen Energiebedarf, dass er sich allein über eine Ethernet-Verbindung mit Strom versorgen lässt. In dem Bereich Tinte können wir also offenbar noch mit einigen Überraschungen rechnen – bei den Laser-Druckern auch? Barbara Wollny (HP): Bei der Entwicklung von Laser-Druckern geht es inzwischen vor allem um den Preis. Weitere Punkte sind unter anderem schnelle Startzeiten, Bedienfreundlichkeit sowie geringer Energieverbrauch. Fabian Maiwald (Samsung): Wir konzentrieren uns ausschließlich auf die Laser-Technologie und investieren wie HP jährlich Milliarden in Forschung und Entwicklung. Denn weder bei der Fotoqualität noch beim Energieverbrauch sind wir schon da, wo wir hin wollen. Hinzu kommt: Drucker sind heute, „Der Kopierschutz wird technisch immer aufwendiger.“ ma. Dazu ein konkretes Beispiel: Weil wir bei unserer On-DemandFixierung die Fixier-Einheit nicht mehr ständig heizen, sondern nur noch bei Bedarf, sparen wir bis zu 75 Prozent Strom. Theo Reinerth (Brother): Für die Kaufentscheidung spielen aber immer noch Preis und Bedienbarkeit die größere Rolle. Eine technische Revolution erwarte ich für die nähere Zukunft nicht. scheint ein sehr wichtiger Aspekt zu sein. Ein zu starker Kopierschutz kann aber auch nach hinten losgehen. Denn wir wissen aus vielen Anfragen bei uns, dass Verbraucher ihre Kaufentscheidung davon abhängig machen, ob für ein bestimmtes Modell Ersatzpatronen verfügbar sind. Eckhardt Homeier (TBS-Printware): Grundsätzlich sehe ich solche Bemühungen der Hersteller eher als sportliche Herausforderung für unsere Entwickler. Aber aus ökologischer Sicht ist es schon bedenklich, wenn die Chips immer aufwendiger und gleichzeitig die verwendeten Plastikmaterialien immer instabiler wer- Michael Zulauf, Geha vorsichtig formuliert, nicht so spannende Produkte. Barbara Wollny (HP): Aus unseren eigenen Untersuchungen wissen wir zumindest, dass die Kunden vom Drucker vor allem erwarten, dass er funktioniert. Wenn er das tut, interessieren sie sich nicht weiter für ihn. Fabian Maiwald (Samsung): Das wollen wir ändern: Vom Design passt ein Drucker noch nicht zu unseren übrigen Produkten wie beispielsweise den Flachbildfernsehern. Aber zukünftig sehen wir ihn schon auch als Lifestyle-Produkt fürs Wohnzimmer, um etwa vom TV-Gerät zu drucken. Ottmar Korbmacher (Epson): Auch technisch tut sich einiges: Mit einem Druckkopf auf der Basis von organischen Leuchtdioden, kurz OLED, haben wir bereits ein Verfahren entwickelt, das mit besonders kleinen Lichtpunkten arbeitet. Grundsätzlich lassen sich so kompaktere Farb-Laser mit einem höheren Drucktempo realisieren oder sogar besonders hochauflösende Mikrofiche-Drucker. Die konkrete Produktentwicklung wird jedoch einige Jahre dauern. Detlef Herb (Kyocera): Im Zuge der Umweltdiskussion wird das Thema Energieverbrauch immer wichtiger: Fast alle unsere Drucker werden deshalb den neuen und deutlich schärferen EnergyStar-Richtlinien entsprechen. Dieter Röther (Canon): Umwelt ist auch für uns ein großes The- Norbert Neumann (Lexmark): Die Laserdrucker sind eben technisch schon weit entwickelt. Doch gerade bei Multifunktionsgeräten werden viele Funktionen gar nicht genutzt, weil sie schwer zu finden sind. Deswegen ist das Thema Bedienerfreundlichkeit etwa in Form großer und leicht verständlicher Touchscreens so wichtig. Dass viel Geld in die Forschung und Entwicklung fließt, haben wir gerade von mehreren der Teilnehmer gehört. Doch wie viel Aufwand wird tatsächlich in die technische Weiterentwicklung gesteckt – und wie viel kostet denn schon allein die Verbesserung des Schutzes gegen nachgebaute Produkte? Und wie schätzen das die Drittanbieter ein, die ja davon unmittelbar betroffen sind? Michael Zulauf (Geha): Manche Original-Hersteller investieren offenbar erheblich in den Kopierschutz. So verschlüsseln etwa Smart-Chips die Kommunikation zwischen Drucker und Tintenpatrone, um die Verwendung fremder Patronen zu verhindern. Nach meinen Informationen nutzt Canon dafür sogar japanische Militärtechnologie. Es hat rund 1,5 Jahre gedauert, bis wir eine kompatible Lösung gefunden haben – einen solch hohen Level hat die Verschlüsselungs-Technologie inzwischen erreicht. Simone Bahrs (Pelikan): Wir haben auch den Eindruck gewonnen, dass es bei den technischen Weiterentwicklungen der Tintenpatronen zwar nicht ausschließlich darum geht, den Drittanbietern das Leben zu erschweren, aber es „Es geht nicht um Kopierschutz, sondern um neue Funktionen.“ Diether Röther, Canon den. Den Trend zu mehr Nachhaltigkeit durch das Verwenden der wiederbefüllten Toner-Kartuschen werden die Original-Hersteller trotzdem nicht stoppen können. Dieter Röther (Canon): Um das einmal klarzustellen: Rechtlich ist es gar nicht erlaubt, den Nachbau zu verhindern. Daran halten wir uns natürlich. Aber wir lassen uns auch nicht verbieten, mit moderner Chip-Technologie zu arbeiten, um zusätzliche Funktionen für unsere Patronen zu entwickeln. So verhindert etwa der erwähnte Chip Fehldrucke, wenn eine Patrone falsch eingesetzt wird. k JUNI 2007 | CHIP.DE | 39 AKTUELL Ottmar Korbmacher (Epson): Auch bei uns dienen Chips nicht dem Schutz vor Nachbau, sondern dem Schutz des wertvollen Druckkopfs. Gegen Kopien wehren wir uns mit laufend verbesserter Qualität und wettbewerbsfähigen Preisen, beispielsweise mit Einzelpatronen für 9,90 Euro oder günstigen Multipacks. Barbara Wollny (HP): Wir wollen unsere Kunden nicht mit den Smart-Chips vom DrittanbieterMarkt fernhalten, sondern mit Argumenten. Deshalb investieren wir vor allem in die Kommunikation mit unseren Kunden. Und oft sind wir als Original-Hersteller sogar billiger als die Refiller. Heißt das, die Verbraucher dürfen sich auf sinkende Preise freuen? Wir beobachten eher, dass das bei Tintenstrahlern erprobte Prinzip „Günstige Drucker, teure Verbrauchsmaterialien“ inzwischen auch auf den Laser-Bereich übertragen wurde. Barbara Wollny (HP): Es gibt eine interessante Diskrepanz zwischen den wahrgenommenen und den tatsächlichen Druckkosten. Nach unseren Berechnungen sind die Druckkosten bei HP in den letzten Jahren insgesamt um 60 Prozent gesunken. Allerdings liegen in dem Consumer-Bereich 60 Prozent der gekauften Drucker unter der 100-Euro-Marke. Und gerade dort besteht ein erhöhtes Risiko, dass jemand das falsche Gerät für sein Druckverhalten kauft und dann beim Verbrauch zu viel zahlt. Simone Bahrs (Pelikan): Wir gehen davon aus, dass die Preise 2007 sowohl bei Druckern als auch Verbrauchsmaterial insgesamt noch mal um gut zehn Prozent sinken werden. Michael Zulauf (Geha): Man sollte schon nach Herstellern differenzieren. Epson etwa unterbietet nun ohne Not deutlich das bisherige Preisgefüge – überspitzt formuliert kann man bei Preisen unter 10 Euro schon vom billigen Jakob sprechen. Und das birgt Risiken für die Verbraucher: „Wer das falsche Modell kauft, zahlt beim Verbrauch zu viel.“ schließlich Produkte, die eine höhere Ergiebigkeit aufweisen als das Original. Eckhardt Homeier (TBS-Printware): Die DIN 33870 ist für uns nur eine Mindestanforderung. So lassen wir etwa unser Toner-Material bei der Landesgewerbeanstalt Bayern als „LGA schadstoffgegrüft“ zertifizieren. Michael Zulauf (Geha): Und was die Zuverlässigkeit betrifft, reicht ein Blick auf unsere Statistik: Druckerschadensfälle, für die wir selbstverständlich die Garantie übernehmen, gibt es höchstens zwei bis drei Mal im Jahr. Barbara Wollny (HP): Nichts gegen die DIN, aber wenn wir der Meinung wären, es gäbe keinen Unterschied zwischen OriginalVerbrauchsmaterial und wiederbefülltem, würden wir das Geschäft selber machen. Aber wir verkaufen aus gutem Grund unser Zubehör immer nur einmal. Simone Bahrs (Pelikan): Behörden sehen das offenbar anders, denn bei Ausschreibungen ist die DIN-Norm Pflicht. Detlef Herb (Kyocera): Unsere Tests haben ergeben, dass einige Drittanbieter zwar schon nahe rankommen, aber unsere Qualität erreichen sie nicht. Es gibt immer noch gravierende Unterschiede in der Korngröße oder bei den elektrostatischen Eigenschaften. Norbert Neumann (Lexmark): Und wie die Drittanbieter selbst sagen, ist die Bandbreite in diesem Markt sehr groß. Beim Original ist der Kunde immer auf der sicheren Seite. Nun haben es Drucker vor kurzem doch wieder einmal in die Schlagzeilen geschafft, allerdings war das Thema nicht gerade erfreulich: Laut ersten Ergebnissen einer Pilotstudie des Bundesinstituts für Risikobewertung setzen Laserdrucker beim Betrieb Feinstaub und flüchtige organische Verbindungen frei. Halten Sie die daraus abgeleitete Diskussion über Ge- sundheitsrisiken für überzogen oder wird das Thema eher noch unterschätzt? Dr. Olaf Lehmann (Pelikan): Als Wissenschaftler und Chemiker habe ich mich mit diesem Thema intensiv beschäftigt. Ich kenne keine Studie, in der eine gesundheitliche Gefährdung durch Drucker nachgewiesen wird. Auch in der erwähnten Pilotstudie ist das nicht der Fall. Sie finden darin allenfalls ein „kann“, wenn es um die Wirkung von Toner geht. Das lässt die Presse aber gerne weg, weil es dann dramatischer klingt. Wissenschaftlich gesehen ist das Unsinn. Die Frage, ob Toner gesundheitsschädlich ist oder nicht, lässt sich zurzeit einfach nicht zweifelsfrei beantworten. Theo Reinerth (Brother): Ich warne davor, unseren Toner zu essen oder aufzubrühen – dafür schmeckt er einfach nicht gut genug. Aber im Ernst: Gesundheitlich besteht da kein Risiko. Wir Barbara Wollny, HP Bei diesem Preis können qualitätsbewusste Drittanbieter wie wir nicht mithalten, so dass die Händler stattdessen bei Billig-Anbietern aus Fernost bestellen, deren Drei-Euro-Produkte oft Qualitätsprobleme nach sich ziehen. Ottmar Korbmacher (Epson): Eine interessante Logik. Wenn Geha uns um 30 Prozent unterbietet, ist das völlig okay. Aber wenn wir die Preise senken, ist das ein Problem. Im übrigen gibt es gerade im Laser-Bereich auch ganz andere Konzepte, nämlich die Abrechung nach gedrucktem Volumen zu einem festen und einfach vergleichbaren Seitenpreis. Zurzeit richtet sich dieses Angebot vor allem an Business-Kunden, aber grundsätzlich ließe es sich auch auf den privaten Bereich erweitern. Ein großer Streitpunkt zwischen Original-Hersteller und Drittanbietern ist die Frage nach der Qualität und Zuverlässigkeit von Verbrauchsmaterialien. Gibt es neue Argumente in dieser Diskussion? Dr. Olaf Lehmann (Pelikan): Ich bevorzuge zwei gute alte, nämlich die bewährten Normen DIN 33871-1 für wiederbefüllte Tintenpatronen und DIN 33870 für Toner-Kartuschen, die beide sowohl einen Qualitätstest als auch eine Ergiebigkeitsprüfung umfassen. Wir verwenden sehr viel Zeit und Geld darauf, all unsere Produkte entsprechend zu testen. In den Handel kommen dann aus- „Unseren Toner könnte man gefahrlos essen – aber er schmeckt nicht.“ Theo Reinerth, Brother haben ja auch ein starkes Eigeninteresse an unschädlichen Produkten, schließlich verspürt niemand von uns Todessehnsucht. Barbara Wollny (HP): Toner ist ein Stoff, der offiziell als nicht gesundheitsgefährdend eingestuft ist. Die Feinstaub-Diskussion ist zwar jetzt neu hinzugekommen, aber dabei wird übersehen, dass 40 | CHIP.DE | JUNI 2007 man beim Umblättern eines Blatt Papiers mehr Feinstaub erzeugt, als beim Ausdruck von zehn Seiten. Im Übrigen sind wir nach internationalen Kriterien zertifiziert und halten alle gesetzlichen Grenzwerte ein. Eckhardt Homeier (TBS-Printware): Die Toner-Diskussion ist von den Medien sicher hochstilisiert worden. Doch umgekehrt habe ich auch ein Problem damit, wenn man versucht, Dinge ins Lächerliche zu ziehen. Ernst zu nehmen sind vor allem allergische Reaktionen, die durch Hautkontakt mit Toner und eingeatmete Schadstoffe entstehen können. Dabei sind lungengängige Feinstaub-Anteile mit Partikelgrößen kleiner als 2,5 Mikrometer für den Menschen besonders gefährlich. Während bei schwarzem Toner die Partikel größer sind als zehn Mikrometer, hat chemischer Toner, aus dem zurzeit die meisten Farbtoner bestehen, einen Anteil lungengängiger Partikel in der Größenordnung von rund sechs bis zehn Prozent. Mir stehen jetzt schon die Haare zu Berge, wenn ich mir vorstelle, dass günstige Farb-Laser in immer mehr Privathaushalte kommen. Vor allem bei den Kindern rechne ich mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen – auch wenn es dafür derzeit noch keine wissenschaftlichen Belege gibt. Wenn sich eine mögliche gesundheitliche Beeinträchtigung zurzeit weder eindeutig beweisen noch zweifelsfrei widerlegen lässt – wie weit können da freiwillige Zertifikate wie etwa der Blaue Engel zusätzliche Sicherheit bei der Kaufentscheidung geben? Dr. Olaf Lehmann (Pelikan): Das Problem bei der Sache ist, dass nicht jeder Drucker oder Toner „Besonders der lungengängige Anteil von chemischem Toner ist gefährlich.“ Detlef Herb (Kyocera): Gerade bei den Produkten mit niedrigen Stückzahlen lohnt sich der Zertifizierungsprozess nicht. Und manche Geräte sind für ein Zertifikat einfach nur zu laut. Eckhardt Homeier (TBS-Printware): In der angesprochenen Studie des Bundesinstituts für Risikoforschung wird darauf hingewiesen, dass die Konzentration der gemessenen Emissionen auch vom verwendeten Toner abhängt. Insofern geben wir unseren Kunden bei den Tonern, die mit den Zertifikaten „Blauer Engel“ beziehungsweise mit dem „LGA schadstoffgeprüft“ gekennzeichnet sind, durchaus eine zusätzliche Sicherheit. Trotzdem sollte man bei der ganzen Diskussion auch nicht vergessen, dass Drucker nur einen kleinen Teil der Belastungen ausmachen – Rauchen etwa stellt immer noch eine vielfach höhere Gesundheitsbelastung in Innenräumen dar. Eckhardt Homeier, TBS-Printware ohne Zertifikat tatsächlich die Grenzwerte überschreitet. Und, wie bereits gesagt, ist es noch offen, ob beziehungsweise ab welchem Grenzwert tatsächlich eine Gesundheitsgefährdung auftritt. AKTUELL Video-Schnittstellen Digitaler Vormarsch: Die Vielzahl der analogen Video-Stecker hat bald ausgedient. â–  Noch sind an Monitoren, Fernsehern und Zuspielgeräten verwirrend viele analoge VideoSchnittstellen zu finden. Aber nur Video (FBAS) – als kleinster gemeinsamer Nenner – und Komponente (YUV) haben wegen der Abwärtskompatibilität noch gewisse Überlebenschancen. Die digitalen Schnittstellen dagegen sind weiter auf dem Vormarsch – nicht minder an der Zahl: Zu DVI und HDMI gesellen sich demnächst der DisplayPort und spezielle USBLösungen (siehe Bild rechts); zudem stehen zwei konkurrierende Standards zur drahtlosen Übertragung von HD-Inhalten ins Haus. So lesen Sie das CHIP-Radar: Das Dreieck steht für die Produktvorstellung, oft von einem Hype (Ausrufezeichen) begleitet. Die Balken zeigen das Preisniveau: Rot signalisiert einen ho hen Preis, Gelb den ersten Preisrutsch. Grün steht für den Massenmarkt: Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Zum Produkt-Ende (Kreuz) gibt’s die Geräte oft als Schnäppchen. VIDEO PER USB Auf der CeBIT 2007 präsentierte Samsung den 19-Zoll-TFT SyncMaster 940ux, der Bilddaten auch per USB empfängt. „UbiSync“ nennt der koreanische Hersteller diese neue Video-Schnittstelle. 2001 2002 2003 2004 2005 2006 Videoschnittstellen 2008 2009 2010 SCART Video (Composite oder FBAS) S-Video Komponenten (YUV) D-Sub (VGA) DVI DVI-I HDMI Unified Display Interface (UDI) DisplayPort USB (UbiSync) Wireless HD Wirelesss HDMI 2001 2002 2003 2004 2005 2006 Ab 2009: Die digitalen Übertragungswege haben sich durchgesetzt. Analoge Video-Schnittstellen erlangen peu à peu Museumsreife. Frühjahr 2006: Das EICTA-Konsortium legt die Bedingungen für HD-Ready fest. HDMI wird Standard-Port in jedem TV. Januar 2007: Tod vor der Marktreife – Intel steigt aus dem UDI-Konsortium aus und wechselt zu DisplayPort. März 2007: Samsung zeigt auf der CeBIT den SyncMaster 940ux – ein Monitor der via USB angesteuert wird. Mai 2006: Die VESA spezifiziert den DisplayPort als DVI-Nachfolger. Technische Daten: 10,8 GBit Bandbreite, inkl. Audio & DRM. September 2007: Philips stellt auf der IFA das erste marktreife System für die drahtlose HDMIÜbertragung vor – SWW1.800. 2008 2009 2010 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal Produktvorstellung Medien-Hype Produktende Sehr teuer Teuer Günstig 42 | CHIP.DE | JUNI 2007 PC-KAUFCHECK CHIP stellt jeden Monat „Soll-PCs“ aus drei Preisklassen zusammen. Vergleichen Sie die Features mit Ihrem Wunsch-PC – so erkennen Sie, ob ein Angebot preisgünstig oder doch nur billig ist. OFFICE-PC Mini-Tower mit 300 Watt Standard-Netzteil Chipsatz i945P oder AMD 690, mit LAN, 7.1 Sound Intel Pentium D 925 (2 x 3,0 GHz) oder AMD Athlon 64 X2 4200+ (2 x 2 ,2 GHz) 1 GByte DDR2 667 (2 x 512 MByte) GeForce 7600 GS oder Radeon X1650 Pro mit 256 MByte 200 bis 250 GByte, 7.200 U/min Multi-DVD-Brenner 16x (Double-Layer) entfällt, weil nicht steuerlich absetzbar Kabel-Tastatur und Maus mit Scroll-Rad Microsoft Windows Vista Home Basic GEHÄUSE MOTHERBOARD CPU ARBEITSSPEICHER GRAFIKKARTE FESTPLATTE LAUFWERKE TV-KARTE EINGABEGERÄTE BETRIEBSSYSTEM MULTIMEDIA-PC Midi-Tower mit 400 bis 500 Watt Standard-Netzteil Chipsatz nForce 650i oder AMD 580X mit GBit-LAN, 7.1-Sound Intel Core 2 Duo E6600 (2 x 2,4 GHz) o. AMD Athlon 64 X2 5600+ (2 x 2,8 GHz) 1 GByte DDR2 800 oder DDR2 667 (2 x 512 MByte) GeForce 7950 GT oder Radeon X1950 XT mit 512 MByte 300 bis 400 GByte, 7.200 U/min Multi-DVD-Brenner 16x (Double-Layer), DVD-Laufwerk DVB-T/analog-Hybridkarte oder DVB-S-Karte Funk-Tastatur und Funk-Maus mit Scroll-Rad Microsoft Windows Vista Home Premium GEHÄUSE MOTHERBOARD CPU ARBEITSSPEICHER GRAFIKKARTE FESTPLATTE LAUFWERKE TV-KARTE EINGABEGERÄTE BETRIEBSSYSTEM HIGHEND-PC Big Tower mit vielen Lüftungsmöglichkeiten und Netzteil mit 750 Watt Chipsatz i975X oder nForce 590 mit GBit-LAN, 7.1-Sound, Firewire 800 Intel Core 2 Duo E6700 (2 x 2,66 GHz) oder AMD Athl. 64 X2 6000+ (2 x 3 GHz) 2 GByte DDR2 800 (2 x 1.024 MByte) 2 x Radeon X1950 XT mit 512 MB oder GeForce 8800 GTX mit 768 MB 2 x 250 GByte bis 2 x 500 GByte, 7.200 U/min, (RAID 0/1), Multi-DVD-Brenner 16x (Double-Layer), DVD-Laufwerk DVB-T/analog-Hybridkarte oder DVB-S-Karte Funk-Tastatur und Funk-Maus mit Scroll-Rad Microsoft Windows Vista Home Premium ca. 500 € ca. 1.000 € ca. 2.000 € PREIS-PROGNOSE USB-STICKS (8 GB) 230 € 180 € 130 € 80 € PROGNOSE 440 € 370 € 300 € 230 € 160 € 02/07 PROGNOSE FESTPLATTEN 750 GB (S-ATA/3,5 ZOLL) Ultron USB-Disk (32533) 30 € 02/07 03/07 04/07 05/07 06/07 07/07 03/07 04/07 05/07 06/07 07/07 Seagate Barracuda (ST3750640AS) GRAFIKKARTEN (PCI-EXPRESS) 340 € 305 € 270 € 235 € PROGNOSE 155 € 120 € 85 € 50 € 15 € 02/07 PROGNOSE SPEICHER (DDR2-667) EVGA GeForce 7950 GT KO 200 € 02/07 03/07 04/07 05/07 06/07 07/07 03/07 04/07 05/07 06/07 07/07 Samsung DIMM 1.024 MB PC2-5300U CL5 DRUCKER (MOBILE) 215 € 170 € 125 € 80 € PROGNOSE 810 € 760 € 710 € 660 € 610 € 02/07 PROGNOSE DIGITALKAMERAS (HIGHEND-KOMPAKTE) Lexmark P450 35 € 02/07 03/07 04/07 05/07 06/07 07/07 03/07 04/07 05/07 06/07 07/07 Sony Cyber-shot DSC-R1 8-GB-Sticks gerieten unter den Druck der 16-GB-Modelle – weiter abwärts geht’s nun vorerst wieder in kleineren Schritten. Bei der 750-GB-Festplatte ist noch Luft, deutlich günstiger ist der Preis pro GByte bei 500-GB-Platten. Die 7950er Grafikkarte gerät durch die preiswerten 8800GTS in Zugzwang. Beim ArbeitsDie Preisangaben beruhen auf Durchschnittswerten. speicher kommt nach einer Hochpreisphase wieder ein Tief. Lexmark-Drucker und Sony-Kamera sind Auslaufmodelle ohne Nachfolger. Wer den Drucker mit integriertem CD-Brenner ins Auge fasst, sollte jetzt noch kaufen. Dagegen gibt es keine attraktiven Angebote der 10-Megapixel-Digitalkamera von Sony mehr. Quelle: CHIP 43 NOVEMBER 2006 | CHIP.DE | | CHIP.DE | JUNI 2007 43 TITEL XP-Turbo-Tools: 1 Klick, nie mehr Stress Entspannen Sie sich: CHIP zeigt den leichten Weg zu mehr Leistung, Komfort und Sicherheit für Ihren PC. Das Schönste: Einmal eingerichtet, läuft alles automatisch. Die nötigen Tools finden Sie auf unserer Heft-CD/DVD. Von Markus Hermannsdorfer In diesem Beitrag So optimiert sich der Rechner selbst Mehr Sicherheit, aber weniger Arbeit Komplexe Aufgaben automatisieren langen Sie dauerhaft zu mehr Leistung, Sicherheit und Komfort. Die dafür nötigen Programme finden Sie zum Nulltarif auf der Heft-CD/DVD. STUFE 1 C omputer sollen das Leben einfacher machen – sagt die Industrie. Doch was passiert? Alle drei Sekunden nervt das Gerät mit Dialogen: »Bitte bestätigen!« »Sind Sie sicher?« »Es wurde keine Anti-Viren-Software gefunden!« Oder anders gesagt: Sie haben mit einem PC oft doppelt so viel Arbeit wie ohne. Kein Grund zur Panik: Mit Hilfe von intelligenten Skripten und Tools erledigt der Computer lästige Routineaufgaben in Zukunft selbstständig. In drei Stufen ge- Automatisch mehr Leistung Typische Aufgaben wie das Defragmentieren der Festplatte, Säubern der Registry und Entfernen von Datenmüll verschlingen Unmengen an Zeit, die an anderer Stelle dringend benötigt wird. Automatisieren Sie diese Vorgänge durch ein paar Tricks und schlaue Tools – und nutzen Sie in Zukunft die freigeschaufelten Stunden für etwas Sinnvolles. Zum Beispiel Entspannen in der Hängematte ... 46 AUF CD/DVD: 50 Tools, die Zeit und Nerven sparen, finden Sie unter CHIP-Code h1KLICK | CHIP.DE | JUNI 2007 Foto: K. Satzinger Der PC optimiert die Registry Tool: NTRegOpt, Z-Cron Mit der Automatisierungs-Software „ZCron“ entschlackt das Tool „NTReg-Opt“ die Registry regelmäßig im Hintergrund. Beide Tools finden Sie auf Heft-CD/DVD oder im Web unter www.z-softarchiv.de und www.larshederer.homepage.t-online. de. Alternativ legen Sie eine Symbolleiste in der Taskleiste an, über die Sie NTRegOpt mit nur einem Klick starten. Klickstart: Für die Symbolleiste benötigen Sie einen Ordner, den Sie am besten auf dem Desktop anlegen. Möchten Sie alle vorgestellten Tools mit einem Klick starten, nennen Sie den Ordner beispielsweise »Reinigung«. Legen Sie eine Verknüpfung zu »NTRegOpt.exe« in das neue Verzeichnis und nennen Sie diese »Registry optimieren«. Der Rest ist leicht: Ziehen Sie den Ordner auf die Taskleiste, direkt links neben die Systemtray. Sein Name wird nun permanent dort angezeigt. Auf das Pfeilsystem daneben klicken, »Registry optimieren« wählen, und schon wird NTRegOpt gestartet. Vollautomatik: Noch intelligenter ist die vollständige Automatisierung: Installieren Sie zuerst Z-Cron und starten Sie das Tool. Über »Programm | Start« lassen Sie das Tool als Windows-Dienst (NT-Service) laufen. Anschließend verlangt das Programm einen PC-Neustart. Installieren Sie NTRegOpt und starten Sie es probeweise. Wenn alles funktioniert, starten Sie Z-Cron erneut. Klicken Sie doppelt auf »Auftrag«. Geben Sie diesem einen Namen und fügen Sie eine kleine Beschreibung hinzu. Unter »Programm« tragen Sie den Pfad zur Datei »ntregopt. exe« ein. Damit das Programm störungsfrei im Hintergrund läuft, tragen Sie hinter »Parameter« noch die Anweisung silent•/noprogresswindow mäßig viele Programme installieren, sollten Sie einen kürzeren Zeitraum wählen. Abschließend auf »Speichern« klicken und Z-Cron minimieren. Ab sofort haben Sie immer eine saubere Registry. 50 Tools, die Zeit und Nerven sparen Die hier gelisteten Programme finden Sie auf CD/DVD (CHIP-Code h1KLICK). Stressfrei entrümpeln Tool: ClearProg, VB6 Runtime Lassen Sie nun Ihren Rechner Datenmüll entfernen, der sich mit der Zeit auf der Festplatte ansammelt. Gut geeignet für diesen Zweck ist das Gratis-Tool „ClearProg“, weil es nicht nur Windows, sondern auch über 150 andere Anwendungen aller Art in Schuss hält. Klickstart: Laden Sie ClearProg von der Heft-CD/DVD oder von der Website www.clearprog.de und installieren Sie es. Funktioniert das Tool nicht, benötigen Sie noch die „VB6 Runtime-Dateien“ von Microsoft. Diese finden Sie ebenfalls im Download-Bereich der Clearprog-Seite. Läuft das Tool, können Sie über »Extras | PlugIns | PlugIns auswählen« sehen, welche Anwendungen es berücksichtigen soll. Über Startparameter können Sie den Datenmüll einer ganz bestimmten Anwendung entfernen lassen. So löscht etwa /ar , Mehr Leistung 320mph (AHK-Skript und Exe-Datei) sucht und startet Programme extrem schnell Application As Service startet Programme als Windows-Dienste AutoHotKey dient zum Automatisieren von Windows BuzzSaw ermöglicht On-the-fly-Defragmentierung ClearProg entrümpelt Windows und Anwendungen CCleaner macht Windows wieder schneller DirMS-S defragmentiert die Festplatte DFÜ-Speed 2.2 Tuning für die Internet-Verbindung DriverMax erleichtert den Umgang mit Treibern FireTune beschleunigt den Firefox-Browser NTRegOpt entschlackt die Registry XP Syspad schneller Zugriff auf wichtige XP-Funktionen Z-Cron automatisiert komplexe Aufgaben ein. Arbeiten Sie mit einem eingeschränkten Benutzerkonto, müssen Sie Z-Cron über die »Run-As Einstellungen« mitteilen, dass es den Auftrag im Administrator-Modus ausführen soll. Diesen setzt NTRegOpt zwingend voraus. Im Register »Zeitplanung« legen Sie fest, wann und wie oft Z-Cron den Registry-Optimierer starten soll. In den meisten Fällen reicht das einmal im Monat, nur wenn Sie regel- nur die Dateiliste des Acrobat Reader. Alle verfügbaren Parameter sehen Sie durch Klicken auf das Fragezeichen in der Menüleiste nach Auswahl von »Hinweis«. Für den Klickstart legen Sie wie im ersten Tipp eine Verknüpfung in den Ordner »Reinigung«. Möchten Sie einen Startparameter verwenden, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung und wählen »Eigenschaften«. Tragen Sie in der Zeile »Ziel« nach einem Leerzeichen hinter dem Namen »clearprog.exe« den Parameter ein. Vollautomatik: Wer seine Freizeit liebt, legt in Z-Cron einen neuen Auftrag an und gibt als Startparameter /all•/hidden , Mehr Sicherheit Alle meine Passworte verwaltet und verschlüsselt Kennwörter AntiVir PE schützt den Rechner vor Viren Panda Internet Security blockt Hacker, Viren und Spyware AxCrypt verschlüsselt über das Kontextmenü Cobian Backup pfiffiges, einfach zu bedienendes Backup-Tool NetSetMan müheloses Ändern von Netzwerkeinstellungen CompuSec PC Security Suite schützt den Rechner vor Eindringlingen RealTimeBackup Professional (Demo) sichert Ihre Daten im Hintergrund Smart Data Recovery stellt verlorene Daten wieder her Spamihilator schützt vor unerwünschter Werbung Syncronaut gleicht automatisch Ordnerinhalte ab auf Heft-CD auf Heft-DVD 47 an. Auf diese Weise berücksichtigt das Tool automatisch alle installierten Anwendungen und läuft versteckt im Hintergrund, ohne dabei andauernd mit aufpoppenden Dialogen zu nerven. Systemressourcen bleiben geschont. k JUNI 2007 | CHIP.DE | Weiter auf s48 TITEL XP-Turbo-Tools Immer eine schnelle Festplatte Tool: DirMS-S, BuzzSaw Fortsetzung XP-Turbo-Tools Windows-Dienste abschalten ein Klick, schon ist Ihr PC geschützt xpy hindert Windows, nach Hause zu funken Z-DBackup Backup der wichtigsten Dateien erzeugen ZoneAlarm lästige Warnungen lassen sich ausblenden , Mehr Komfort 1 Klick DVD-Copy (10-Tage-Demo) kopiert ungeschützte DVDs superschnell Ant Renamer blitzschnelles Umbenennen von Dateien ASuite startet Programme und Websites komfortabel ATI Tool übertaktet ATI- und Nvidia-Grafikkarten Auto Gordian Knot wandelt DVDs in DivX oder Xvid um Babylon übersetzt Texte mit einem Klick DivXtoDVD macht aus Internet-Filmen Video-DVDs InstallPad installiert Anwendungen vollautomatisch IrfanView Bildbearbeitung, die sich automatisieren lässt Noch nerviger als das Entrümpeln der Registry ist das Defragmentieren der Festplatte. Nur in Windows Vista läuft es automatisch im Hintergrund, ohne Systemressourcen zu verbrauchen. Benutzer von älteren Windows-Versionen behelfen sich mit dem Gespann DirMS-S und BuzzSaw, oder dem Windows-internen Defrag. Klickstart: Bevorzugen Sie eine Lösung zum Klicken, legen Sie eine Verknüpfung zum Windows-Tool »defrag.exe« in den Reinigungs-Ordner. Das Programm liegt im Ordner »Windows\System32«. In den »Eigenschaften« der Verknüpfung erweitern Sie die Zeile »Ziel« durch defrag.exe•c:•-f•-v STUMMER DIENER BuzzSaw defragmentiert die Festplatte, ohne Systemressourcen zu verbrauchen. LAN_Reminder.bat sichert die aktuellen Netzwerk-Einstellungen MPlayer einer der besten Multimedia-Player überhaupt MPUI Grafische Oberfläche für den MPlayer MuZIP Beta entpackt mehrere Archive in einem Rutsch Pandoras Jar speichert Pandora-Streams als MP3s ab PDFCreator liefert mit einem Klick PDF-Dokumente QuickSurfer (WinRobots-Skript) automatisiert den Internet Explorer Selenium IDE Firefox-Plugin, das den Browser automatisiert Umwandeln.bat konvertiert TIF-Bilder in JPEG WinAmp Sleep Controller lässt WinAmp den Rechner herunterfahren WindowRefresher hält alle Fenster auf dem aktuellen Stand WinRobots automatisiert sogar die Windows-Installation YouTube-Uploader macht Sie zum Internet-Fernsehstar »C:« steht hierbei für das Windows-Laufwerk, die Parameter »-f« und »-v« unterdrücken nervige Dialogfenster. Jetzt können Sie auch die Defragmentierung mit einem Klick über die Taskleiste starten. Vollautomatik: Eine Vista-ähnliche, automatische Defragmentierung für XP erreichen Sie mit zwei Gratis-Tools von der Website www.dirms.com (auch auf HeftCD/DVD). Installieren und starten Sie zuerst DirMS-S und dann Buzzsaw. Das erste Tool defragmentiert die Festplatte, BuzzSaw sorgt dafür, dass diese Arbeit im Hintergrund geschieht, also während Sie ganz normal an Ihrem PC arbeiten. Weil sich die beiden Programme als Windows-Dienste eintragen, sollten Sie noch prüfen, ob sie beim Start des Betriebssystems automatisch aktiviert werden. Hierzu klicken Sie auf »Start | Ausführen« und öffnen mit dem Befehl services.msc SICHERHEITS-CHECK Mit dem „PC Security Test“ spüren Sie viele vorhandene Sicherheitslücken auf. lassen. Ihr PC blockt automatisch Viren und Hacker, ver- und entschlüsselt persönliche Dateien und sichert wichtige Daten, während Sie sich völlig entspannt anderen Dingen widmen. Lücken im System finden Tool: PC Security Test das Fenster »Dienste«. Suchen Sie dort nach den Einträgen »Buzzsaw_Defragmentation« und »DirMS_Defragmentation«. Unter »Autostarttyp« sollte bei beiden »Automatisch« eingetragen sein. STUFE 2 Sorglos zum sicheren System Auch beim Schließen von Sicherheitslücken gilt das Aal-Prinzip: Andere arbeiten auf Heft-CD auf Heft-DVD Frei nach dem Motto „Mit wenig Aufwand das Maximum erreichen“, sollten Sie nur Sicherheitslecks schließen, die tatsächlich vorhanden sind. Wo und wie ein Schädling Ihren Rechner überfallen kann, erfahren Sie mit dem kostenlosen „PC Security Test“, zu finden auf der Website www.pc-st.com/de/. Klickstart: Praktischerweise legt dieses Tool bei der Installation eine Verknüpfung auf den Desktop, die Sie einfach in den Reinigungs-Ordner ziehen. Startparameter gibt es keine, die Handhabung ist auch so kinderleicht: Nach dem Start auf »Standard Tests« klicken und im nächsten Fenster noch einmal mit »Start« bestätigen. Das Tool simuliert nun Angriffe von Viren, Hackern und Spyware und k 48 | CHIP.DE | JUNI 2007 wartet die Reaktionen von installierter Sicherheits-Software, etwa einer Firewall, ab. Abschließend erhalten Sie eine Analyse des Angriffs und Hinweise auf vorhandene Lücken. Diese können Sie gezielt schließen, indem Sie beispielsweise in der Firewall bestimmte Ports sperren. Vollautomatik: Z-Cron wird auch dieses Programm brav ausführen, wenn Sie einen neuen Auftrag dafür anlegen. Bei diesem Tool halten wir eine Automatisierung allerdings nicht für sinnvoll. temressourcen verbraucht es dabei so gut wie keine. Gibt das Programm mit einer Meldung Alarm, können Sie den Zugriff mit einem Klick erlauben oder sperren. Vollautomatik: Sie möchten einfach Ihre Ruhe und interessieren sich nicht dafür, wer den PC wie angegriffen hat? Klicken Sie das Arovax-Symbol in der Taskleiste an. Im Register »Protection« den Eintrag »Ask user« auf »Automatically« umstel- len, schon bleiben Sie von nervenden Dialogfenstern verschont. Bestehen Sie unbedingt auf die Installation irgendeiner werbeverseuchten Toolbar, müssen Sie den Schutzschild abschalten. Persönliche Daten schützen Tool: AxCrypt Sie müssen kein Geheimagent sein, um Dateien mit „AxCrypt“ zu verschlüsseln. Ein Schutzschild für den PC Tool: Arovax Shield Virenscanner und Firewall reagieren in der Regel erst, wenn das Kind bereits im Brunnen liegt. Der kostenlose „Arovax Shield“, zu finden unter www.arovax shield.com, blockt Schädlinge schon bevor Sie die Festplatte erreichen. Das geschieht durch Überwachen aller Zugriffe auf die Registry, auf die wichtige Datei „Hosts“ oder auf Windows-Systemdateien. Klickstart: Nach dem Installieren und Starten beginnt das Tool sofort in Echtzeit Hacker und Viren abzuwehren. Sys- SCHUTZWALL Der „Arovax Shield“ blockt Hacker und Viren, bevor Sie auf die Festplatte gelangen können. SICHER UND EINFACH Das OpenSource-Tool „AxCrypt“ verschlüsselt Dateien über das Kontextmenü. 50 | CHIP.DE | JUNI 2007 Umfangreiches Konfigurieren oder Wählen eines Verschlüsselungs-Algorithmus und ähnliche Arbeiten sind nicht notwendig. Das Tool finden Sie auf Heft-CD/ DVD oder unter www.axantum.com. Klickstart: Nach dem Installieren können Sie AxCrypt sofort verwenden. Klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf eine Datei Ihrer Wahl. »AxCrypt | Verschlüsseln« wählen, Passwort eingeben, fertig. Das Entschlüsseln geht genauso schnell. Wenn Sie eine Datei per E-Mail verschicken möchten, wählen Sie »Kopie als EXE verschlüsseln«. Der Empfänger kann diese Datei per Doppelklick öffnen, wenn er das richtige Passwort kennt – und muss dafür AxCrypt nicht mal auf seinem PC haben. Das Passwort schreiben Sie natürlich nicht in den E-Mail-Text, sondern teilen es ihm persönlich mit. Vollautomatik: Nicht notwendig. Backup im Hintergrund Tool: RealTimeBackup, Z-DBackup Kaum jemand sichert seine Daten – weil es eine lästige Arbeit ist. Der Ausweg ist ein Echtzeit-Backup-Tool. Es sichert die Daten unbemerkt im Hintergrund. Einmal eingerichtet, müssen Sie sich nie wieder darum kümmern. Eine 30-Tage-Demoversion der Shareware „RealTimeBackup“ finden Sie auf der Heft-CD/DVD oder unter www.gbelectronics.org. Die Freischaltung kostet 39 Euro für die nicht netzwerkfähige Standard-Version. Möchten Sie Backups im Netzwerk anlegen, benötigen Sie die Professional-Variante für 89 Euro. Klickstart: Das Tool Z-DBackup (auf der Heft-CD/DVD oder unter www.z-dback up.de) ist zwar für die vollständige Automatisierung mit Z-Cron gedacht, Sie können aber auch eine 1-Klick-Lösung damit realisieren. Beim Einrichten des Programms legt es die Datei »Backup-Set« an, die alle gemachten Einstellungen enthält. Navigieren Sie im Windows Explorer zum Installations-Ordner von Z-DBackup und legen Sie von der »Backup-Set« eine Verknüpfung an. Diese kopieren Sie in den Reinigungs-Ordner. Der Aufruf über die Taskleiste startet dann Z-DBackup mit Ihren persönlichen Einstellungen. Vollautomatik: Für die Sicherung ohne menschliche Eingriffe installieren Sie die Shareware „RealTimeBackup“. Nach dem ersten Start legt das Tool automatisch den Ordner »RealTimeBackup« im Stammverzeichnis der Windows-Partition an. Das ist zwar gut gemeint – aber eindeutig Unsinn, schließlich geht es gerade darum, den Inhalt dieser Festplatte vor einem Plattencrash zu sichern. Klicken Sie daher lieber doppelt auf das Symbol des Tools in der Taskleiste und wählen Sie im Menü »Auftrag | Ordner der Liste hinzufügen«. Stellen Sie nun als Ziellaufwerk ein anderes Medium ein, am besten einen Wechseldatenträger. Möchten Sie nur bestimmte Verzeichnisse sichern, können Sie das auch in diesem Dialogfenster angeben. STUFE 3 Ohne Arbeit zu mehr Komfort Ein PC, der sich selbst fit hält und automatisch Sicherheitslücken schließt, mag Lehrlingen genügen. Echte Meister der Faulheit verändern per Doppelklick auch schon mal das Dateiformat von 10.000 k JUNI 2007 | CHIP.DE | 51 TITEL XP-Turbo-Tools Digitalfotos und verwandeln mit einem Klick Internet-Filme in Video-DVDs. DivX-Filme, sondern auch fast alle anderen Formate. Vollautomatik: Mit Startparametern automatisieren lässt sich leider nur die neue, kostenpflichtige Version des Tools, „ConvertXtoDVDâ